Buntfaseriges Wochenende – Kurs „Kämmen und Kardieren“

Am vergangenen Wochenende habe ich in meiner kleinen Werkstatt zweimal den Kurs Kämmen und Kardieren angeboten und zwei tolle Tage mit wundervollen Frauen und einer Menge Wolle verbracht.

Um genug Platz für unsere Arbeit zu machen, habe ich in meiner Werkstatt ein wenig umgeräumt und den großen Tisch – der sonst immer an der Wand steht – in die Mitte des Raums gestellt.

Werkstatt vorbereitet für den Kurse

Tatsächlich gefällt mir das so gut, dass ich überlege, den Tisch zu lassen wo er ist. Mal sehen…

Darauf gesammelt habe ich alle Werkzeuge, die für den Kurs zur Verfügung standen. Das Kardiergerät „Rudi“ von Tom Walther, der „Hero“ von Woolmakers, diverse Handkarden (Strauch, Ashford und Wollknoll), meine Louet Mini-Combs, die Wollkämme von Keramik und Kunst, sowie – zu guter Letzt – auch das Blending Board von Keramik und Kunst.
Einige Teilnehmerinnen hatten auch noch ihre eigenen Geräte mitgebracht, unter anderem ein Blending Board von Louet und ein paar Kromski Handkarden (die ich überraschend gut fand), aber auch selbstgebaute Blending Boards und weitere Handkarden.

Kardiergeräte und anderes Zubehör

Karden, Kämme und Wolle liegen bereit

Und natürlich jede Menge Wolle…

Angefangen haben wir mit den Grundlagen: Rohwolle kardieren und/oder kämmen. Wir haben uns verschiedene Fasern angeschaut, die verschiedenen Geräte ausprobiert und experimentiert. Zur Verfügung standen Bluefaced Leicester, Dorset Horn, deutsche Merino und Milchschaf. Natürlich haben wir auch ein paar Spinnproben gemacht, um uns anzusehen, wie die unterschiedlichen Vorbereitungen im fertigen Garn aussehen.

Diverse Rohwollsorten im Einsatz

Hangekämmte Kammzüge, handkardierte Rolags und mehr

Auf dieser Basis haben wir noch weitere Fasern hinzu genommen und die unterschiedlichsten Mischungen prodziert. Merino mit Seide kann ja jeder. Mohair, Seide, Angora, Kamel, Bambus, Jakobschaf, Coburger Fuchs, Bluefaced Leicester, Dorset, Shetland – alles mögliche wurde miteinander kombiniert und getestet.

Zum Mischen stand eine große Auswahl unterschiedlicher Fasern zur Verfügung

Und natürlich blieb es nicht nur bei unterschiedlichen Fasern, denn im letzten Teil des Kurses kamen jeweils die Farben ins Spiel. Ich habe den Frauen ein paar Grundlagen der Farbtheorie mit auf den Weg gegeben und verschiedene Techniken vorgestellt, bevor dann wildfrei mit allen möglichen Farbkombinationen gespielt werden durfte. Es ist von allem etwas entstanden – leider habe ich am Samstag gar kein Bild von unseren Ergebnissen gemacht. Gestreifte Rolags, buntmelierte und texturreiche Batts, interessante Kardenbänder… Es war großartig!

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Ich bin unendlich dankbar! Ein Wochenende mit so engagierten und kreativen Teilnehmerinnen zu verbringen macht nicht nur Spaß, sondern spendet auch unheimlich viel Motivation.

Und nun freue ich mich noch mehr darauf, den Kurs im April nächsten Jahres noch einmal anbieten zu können.
Genießt alle weiterhin eine hoffentlich ruhige Vorweihnachtszeit und seid herzlichst gegrüßt
Chanti

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