Monogamie lohnt sich

Geben wir es doch mal offen zu. Die meisten von uns in der Faser- und Garn-Welt haben in der Regel mehrere Projekte gleichzeitig laufen. Ein einfaches für Unterwegs, etwas großes für „wenn-man-mal-Lust-hat“, etwas mittelschweres zum Fernsehen usw. Ganz abgesehen von den Spinn-Projekten, derer es dann zum Beispiel eines auf jedem Spinnrad, ein buntes und ein farbloses oder eines auf dem Rad und eines auf der Spindel gibt. Mir ging es bis vor einiger Zeit auch so. Aber ich habe aufgehört und will euch berichten warum und was daraus geworden ist.

Irgendwann zu Beginn dieses Jahres hatte ich die Idee nicht mehr mehrere Projekte anzufangen, sondern erst wieder neue Projekte zu starten, wenn ich mit einem fertig bin. Angefangen hat es eigentlich schon Ende des letzten Jahres, als ich Weihnachtsgeschenke strickte und Angst hatte den Überblick zu verlieren, wenn ich zu viel auf einmal mache. Also schwor ich Monogamie.

Ich war mir der Entscheidung gar nicht so bewusst, wenn ich ehrlich bin. Ich wollte einfach ausprobieren immer nur ein Projekt zu stricken, während ich Garn für das nächste Projekt produziere. Und tatsächlich hat sich die Monogamie eher verselbstständigt, als dass ich mich hätte zwingen müssen mit dem Anschlagen eines neuen Projektes zu warten. Ich musste auch keine Fasern verstecken, um mich davon abzuhalten sie zu verspinnen, bevor ich nicht mit einem anderen Garn fertig war.

Eins nach dem anderen

Tatsächlich fügte sich ein Projekt einfach nahtlos an das andere an und ich konnte mich an jedem fertigen Stück/Garn erfreuen wie selten zuvor. Ich habe sogar absolut monogam an Lace-Tüchern gestrickt – auch unterwegs… Jap. Ich muss gestehen nach 7 Monaten bin ich nun sogar etwas stolz auf mich und das Ergebnis. Ich bin nicht sicher ob ich schon mal so produktiv war wie in den letzten Monaten. Und ich liebe alle Garne, die ich gesponnen habe, sowie jedes einzelne Strickstück.

Es hat sich gelohnt

Insgesamt habe ich dieses Jahr 18 Strickprojekte fertig gestellt. Und 10 davon aus handgesponnenen Garnen! Das 19. Projekt ist auch schon auf den Nadeln 😉

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Versponnen habe ich insgesamt ca. 1425 gr. in ganz unterschiedlichen Garnstärken.

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Nie wieder Chaos

Vor allem find ich es toll, dass nirgendwo UFOs (unfertige Objekte) rumliegen. Nichts Angefangenes, das so lange auf Fertigstellung wartet, dass es mir schon nicht mehr gefällt. Keine kleinen Stiche im Gewissen, verursacht durch einen Seitenblick auf die kleine Tasche, die schon seit einem halben Jahr ein noch nicht verzwirntes Garn beinhaltet. Nein! Ein Projekt anfangen, fertig stellen, genießen und mit dem nächsten anfangen. Es ist toll und ich werde definitiv so weiter machen.

Wie viele Projekte habt ihr gleichzeitig auf den Nadeln, Spulen und Spindeln?

Erzählt doch mal, was ihr alles gleichzeitig macht. Vielleicht seid ihr ja auch monogam!? Wie organisiert ihr eure Projekte? Lasst es mich wissen und schreibt einen Kommentar.

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