Schlagwort: anleitung

Stricken mit handgesponnenen Garnen (Mini-Kurs)

Handspinnen macht Spaß! Mindestens genauso viel Spaß macht es, auch etwas aus den eigenen Garnen zu machen. In diesem Video möchte ich euch ein paar Tipps für das Stricken mit hangesponnenen Garnen geben. Zum einen worauf man bei der Auswahl des Garns für bestimmte Projekte achten kann, aber auch und vor allem wie man Maschenproben so umrechnen kann, dass man mit dem eigenen Garn Anleitungen nachstricken oder mit vorher fest gelegten Maßen stricken kann. Weiter unten findet ihr auch noch ein paar zusätzliche Links unter anderem zu Anleitungen, nach denen ich Strickstücke aus dem Video gestrickt habe.

Inhalt mit Zeitangaben

01:16 Faser- und Garneigenschaften
05:54 Garnstärke (06:52 WPI bestimmen / 08:52 Nadelstärke bestimmen)
10:30 Maschenproben
14:42 Anleitungen mit Maschenproben umrechnen
21:38 Mit eigenen Maßen rechnen

Links

Ausführliches Video zum Thema WPI

Antonia/Antonio von Julie Weisenberger

Alouette Cardigan von Lisa Chemery

Nach eigenem Design: Princess Tunika

Habt ihr selbst Erfahrungen mit Gestricktem aus euren eigenen Garnen? Oder vielleicht Tipps, die ihr ergänzen möchtet? Hinterlasst gerne einen Kommentar.

Patreon und Unterstützer

Ein großer Dank gilt all meinen Unterstützern, die meine Videos finanzieren und mir damit helfen kostenlose und werbefreie Anleitungen und Videos für alle zur Verfügung zu stellen. Für einen Teil meiner Patrons wird es zu diesem Video auch ein kleines Handout geben, wie es auch schon für einige andere Video-Themen der Fall ist.

Musik

Intro: „Get A New One“ (Sting Version) von Aldenmark Niklasson über über Epidemic Sound

 

Weben: Schärbrett/Schärrahmen

Letztes Jahr hatte ich euch in meiner Videoserie „Weben mit dem Webrahmen“ gezeigt, wie ihr eine Kette direkt auf dem Rahmen schären könnt. Da diese Methode recht viel Platz braucht und dadurch eher eingeschränkt ist, zeige ich euch in diesem Video wie ihr eine Kette mit Hilfe eines Schärbretts schären könnt und wie diese dann auf den Webrahmen kommt.

Inhalt:

00:21 Was man braucht
02:40 Kettenlänge abmessen
05:15 Kette schären
10:04 Kette abbinden
13:21 Kette abnehmen
14:52 Fäden einziehen am Webrahmen

Weiterführende Links:

Serie Weben mit dem Webrahmen
https://youtu.be/XGhQvGHYQec?list=PLDEJY_Z-s76-fj3Pj1yYNYhrrdVPsgqKi
Kette berechnen
https://youtu.be/luhKsSyZu0c
Zählfaden (beim Haspeln)
https://youtu.be/66BG3fyCXx8
Kette aufbäumen
https://youtu.be/FdZ5PVgJcZw

Ganz herzlichen Dank an meine tollen Unterstützer!!! Ich freue mich riesig, dass schon so viele von euch sich bereit erklärt haben meine Produktionen über Patreon, aber auch über PayPal mit einzelnen Spenden, zu finanzieren!

Weben mit dem Webrahmen Teil 8: Fransen

Diese Woche geht es um eines meiner Lieblingsthemen im Bezug zum Weben: Fransen. Schon als Kind habe ich es geliebt mit Fransen an Schals zu spielen, sie zu flechten, zu knoten und einzudrehen. Meiner Meinung nach wird das Gestalten der Fransen oft ziemlich oft unterschätzt, obwohl man an dieser Stelle noch Mal eine Menge Möglichkeiten hat und sich kreativ auslassen kann.

Deshalb zeige ich euch im Video ein paar mehr und weniger aufwendige Techniken und Anregungen, die ihr kombinieren und abwandeln könnt. So dass ihr eure Schals so gestalten könnt, dass sie zu euch passen.

Habt ein wunderbares Wochenende und ganz viel Spaß bei euren kreativen Werkeleien bis nächste Woche
eure Chanti

Hier die Links zu allen anderen Teilen der Serie:
Teil 1: Garn und Gatterkamm
Teil 2: Kette und Schußgarn berechnen
Teil 3: Kette schären
Teil 4: Aufbäumen und Einfädeln
Teil 5: Weben
Teil 6: Kanten vernähen
Teil 7: Webstück waschen
Bonus: Fransen-Varianten

Kammzüge ziehen mit dem Kardiergerät

Nachdem ich euch letzte Woche gezeigt habe, wie man mit dem BlendingBoard Kammzüge herstellen kann, zeige ich diese Woche die gleiche Technik am Kardiergerät. Der Vorteil ist natürlich, dass ein Kardiergerät mehr Fasern fasst (im Schnitt ca. 50gr) und ihr mit etwas Übung und Geschick ein viel längeres Band ziehen könnt, als es mit dem BlendingBoard möglich wäre. Meiner Erfahrung nach werden die Bänder auch ein wenig gleichmäßiger.

Kammzug oder Kardenband?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Kammzug und einem Kardenband? Der Kammzug besteht aus gekämmten Fasern, die parallel orientiert sind. Beim Kämmen werden ausserdem die langen Fasern von den Kurzen getrennt, so dass im Kammzug nur die Fasern einer gewissen Länge übrig bleiben. Ein Kardenband besteht aus, in der Regel kürzeren, kardierten Fasern. Diese liegen kreuz und quer und weniger dicht beisammen.

Wenn wir also Fasern aus einem Kammzug mit einem Blending Board oder Kardiergerät verarbeiten und dann ein Band daraus ziehen, ist es per Definition weder ein Kammzug noch ein Kardenband.
Eigentlich…!Uneigentlich könnt ihr euer Produkt natürlich nennen wie ihr wollt und die Hauptsache ist, dass ihr Freude am Schaffen habt.

Nun aber viel Spaß beim Video 😀

Unterstützte Spindeln ohne Leitfaden

Nach der Veröffentlichung meines Videos über das Spinnen mit unterstützten Spindeln, haben mich einige von euch angeschrieben und gefragt, wie man denn mit Spindeln umgeht, an denen man keinen Leitfaden befestigen kann.

 

Tatsächlich habe ich die Frage im Video ein wenig ignoriert und deshalb gehe ich jetzt noch einmal separat in einem eigenen Video darauf ein. Eigentlich ist es ganz einfach, erfordert aber sicher ein wenig Übung. Der Trick ist, dass erst Mal ein Faden mit den Fingern verdreht wird, den man dann an der Spitze der Spindel befestigen kann. Dann wird der Faden ganz vorsichtig verlängert, denn wirklich fest ist das Fadenende an der Spindel noch nicht. Es hört sich ein wenig mühselig an, aber hat man es ein paar Mal gemacht, geht es ganz schnell. Ist der Faden lang genung, kann er weiter unten am Spindelschaft befestigt werden. Dabei hält man ein Ende fest und der Faden wird fest darum gewickelt, so dass sich das Ende nicht lösen kann und der Faden fest auf dem Schaft sitzt.

Hört sich einfacher an, als es aussieht, nicht wahr? Wie so oft ist Übung das beste Rezept!

Wave After Wave – Knitalong

Der Herbst/Winter-Swap in der chantimanou Gruppe bei Ravelry ist diesmal besonders spannend. Nicht nur haben wir Fasern getauscht, sondern auch noch ein Knitalong dran gehängt und stricken den schönen Wave After Wave von Cordula Mannherz.

Und ich bin sogar schon fertig! YAY!

Mein selbstgefärbter Kammzug war 100% Bluefaced Leicester in tiefen Blau- und Türkistönen mit etwas Braun und Violett. Von meiner Tauschpartnerin habe ich einen wunderbar passenden Kammzug aus Merino mit Soja in dunklen Violett- und Anthrazittönen bekommen.

2014-11-28 06.09.15

20141209-Swap-Spindel5

2014-11-28 06.07.33

2014-12-15 11.25.01-1

Die Kammzüge habe ich zum großen Teil mit der Handspindel versponnen. Doch im Dezember hatte ich so viel zu tun, dass ich kurzerhand die letzten Fasern aufs Spinnrad geschmissen und alles auch darauf verzwirnt habe. Um den Farbverlauf des bunten Garns zu erhalten, habe ich mich für Navajo entschieden, auch weil das Garn so runder ist und das Strukturmuster des Schals so noch besser zur Geltung kommt.

2014-12-18 08.50.22

Lauflängen: 284m/109gr (Bluefaced Leicester) und 367m/101gr (Merino/Soja)

Das Muster des Wave After Wave basiert auf dem Bild eines Flusses mit Ufer und wurde extra für handgesponnene Garne konzipiert. Gestrickt wird von einer Längstkante zur anderen, durch die unterschiedlichen Garne heben sich Ufer und Fluss sichtbar voneinander ab. Ich habe mich für das Merino/Soja-Garn als Ufer und das Bluefaced Leicester-Garn mit seinen Blautönen als Fluss entschieden.

2014-12-30-wave

Und ich habe sogar eine Maschenprobe gemacht! Das mache ich sonst nie, wenn ich Schals oder Tücher stricke. Aber in diesem Fall ist es maßgeblich, per Augenmaß hätte ich auch niemals auch nur annähernd die richtige Länge hinbekommen (ich bin ja super schlecht im Schätzen). Also habe ich meine Maschenprobe brav gewaschen und gemessen, um heraus zu finden, wie viele Maschen ich für 1,5m anschlagen muss. 408 waren es. Holla die Waldfee!

2015-01-13-wave02 2015-01-13-wave03 2015-01-13-wave04

Nun ist er fertig!
Einen Tag vor Sylvester habe ich angefangen zu stricken, es hat also ca. 2 Wochen gedauert. Ganz schön fix, was!? 😉

Lisa hat schon Interesse an dem Schal bekundet und wird ihn wahrscheinlich tragen. Ich muss nämlich gestehen, dass er nicht wirklich meins ist. Vielleicht fände ich ihn angenehmer, wenn ich ihn zur Runde schließen, also einen Loop daraus machen würde… Mal sehen.

Meinem Modepüppchen steht er jedenfalls hervorragend, finde ich. Was meint ihr? Wen ihr mögt könnt ich ja mal im Swap-Thread in der Ravelry-Gruppe nachschauen und die anderen tollen Schals bewundern, die schon fertig geworden sind. Es lohnt sich. Der Swap läuft noch bis zum 28.02.2015!

collage-wave

 

Der lange Auszug

Ich habe schon öfter gehört, dass der lange Auszug vielen auch erfahreneren SpinnerInnen Probleme bereitet. Deshalb habe ich mich mit dem Thema noch einmal auseinander gesetzt und ein Video darüber gedreht.

Was ist überhaupt der lange Auszug?

Der lange Auszug ist eine (zugegeben nicht ganz einfache Technik) um Streichgarne herzustellen. Streichgarne sind weicher und wärmer als Kammgarne, weil sie mehr Luft speichern und lockerer verdreht sind. Spinnt man im langen Auszug werden die Fasern nicht Stück für Stück ausgezogen, glatt gestrichen und verdreht. Sondern es wird ein langer Faden am Stück ausgezogen und verdreht. Das braucht ein wenig mehr Übung und etwas mehr Vertrauen in das Prinzip des Dralls, aber dafür geht es auch schneller.

Vorraussetzungen

Im Video zeige ich den langen Auszug mit einer Handspindel, schlicht weg weil ich nun schon häufiger gefragt wurde, ob ich darüber auch mal ein Video machen könnte, nachdem ich den langen Auszug vor Jahren schon mal am Spinnrad gezeigt habe.
Probiert man es also mit einer Handspindel, sollte diese nicht zu schwer und vor allem schnell und langdrehend sein. Probiert man es mit einer Spindel, die wenig eigenen Schwung hat, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass man bald frustriert wieder aufgibt.

Das ganze funktioniert natürlich auch genauso, wie ich es im Video zeige, am Spinnrad. Um euch die Arbeit etwas zu erleichtern kann es sinnvoll sein, die Bremse möglichst locker einzustellen, gerade so dass der Faden ordentlich eingezogen wird. Die Übersetzung sollte schnell sein, aber nicht umbedingt die schnellste (zumindest beim Üben). Natürlich hat jeder sein individuelles Arbeitstempo und davon hängt auch die Übersetzung ab, probiert also ein wenig aus und sucht den richtigen Mittelweg.

Man kann gekämmte Fasern im langen Auszug verspinnen, aber am besten geeignet sind kardierte Fasern, die etwas 3-4 cm lang sind (will man wirklich lange Fasern im langen Auszug verspinnen, sollte man es aus der Falte versuchen – dazu werde ich in Kürze auch noch ein Video machen).  Man kann auch kürzere Fasern wie Baumwolle, Yak oder Kamel im langen Auszug verspinnen – sollte man sogar! Aber zum Üben würde ich eher Wollsorten wie Merino, Corriedale, Coburger Fuchs, Shetland oder Southdown empfehlen.

Vor- und Nachteile

Wie schon erwähnt sind im langen Auszug hergestellte Garne in der Regel wärmer und weicher, als im kurzen Auszug gesponnene. Dadurch, dass mehr Fasern abstehen, weil diese nicht glatt gestrichen werden, hat das fertige Garn auch häufig eher einen schönen Schimmer. Das ist natürlich besonders schön bei Fasern die von sich aus schon einen schönen Glanz haben. Die Technik an sich bringt es tatsächlich auch mit sich, dass in kürzerer Zeit mehr Faden produziert wird. „Großartig!“ wird sich jetzt manch einer denken. „Dann spinne ich nur noch im langen Auszug und bin viel schneller“, aber es ist halt eine Technik und jede Technik bringt ein anderes Ergebnis mit sich.

Und es gibt auch ein paar Nachteile: Streichgarne sind weniger langlebig, also nicht umbedingt die richtige Wahl für Kleidungsstücke, die langen halten sollen. Durch ihre Struktur neigen solche Garne auch eher zu „Pilling“, also zur Bildung kleiner Wollknübbelchen auf den fertigen Textilien. Spinnt man im langen Auszug sollte man sich auch mit dem Gedanken anfreunden, dass das fertige Garn niemals so gleichmäßig sein wird, wie man es von den eigenen im kurzen Auszug gesponnenen Garnen gewohnt ist. Zuletzt soll nicht unerwähnt bleiben, dass Farben in Streichgarnen meistens matter wirken, als in Kammgarnen. Darüber sollte man sich Gedanken machen, bevor man den einen wunderbaren handgefärbten Kammzug mit den tollen kräftigen Farben aus dem Schrank zieht und daraus Rolags macht, um sie im langen Auszug zu verspinnen und sich hinterher ärgert, weil die Farben einfach nicht mehr so wirken wie zuvor.

Technik

Nun aber Butter bei die Fische! Ich hatte ja schon weiter oben erwähnt, dass diese Spinntechnik häufig als schwierig empfunden wird und viele SpinnerInnen haben wirklich Respekt davor, den langen Auszug auszuprobieren. Stellt euch vor es wäre nicht besonderes, es ist einfach nur eine andere Technik!

Für das Video habe ich versucht den langen Auszug für euch runter zu brechen, in drei einzelne kleine Übungsschritte:

  1. Im „Park & Draft“ Schritt für Schritt nach hinten ausziehen, während die Drallsperre immer an der gleichen Stelle bleibt und nicht mit dem Drall den Faden entlang wandert. Wichtig ist darauf zu achten, dass der Drall nicht in die Fasern wandert, also auch mit der Faserhand (die Hand, die die Fasern hält und auszieht)
  2. Das gleiche im Flug: Während die Spindel fliegt, den Drall mit der Spindelhand (die Hand die i.d.R. die Spindel hält) sperren, mit der anderen Hand ein Stück ausziehen und den Drall hineinwandern lassen. Dabei bleibt die Spindelhand abermals immer an der gleichen Stelle! Wieder etwas ausziehen und den Drall wandern lassen usw.
  3. Mit etwas Übung (und je nachdem passiert das sogar, ohne dass ihr es merkt) kann man diese Einzelschritte miteinander zu einer fließenden Bewegung verbinden. Die Fasern werden am Stück zu einem langen Faden ausgezogen und nicht mehr in kleinen Schritten, die Spindelhand unterstützt den Faden an einer Stelle und kontrolliert den Drall, wenn es nötig ist. Im Gegensatz zu den Übungen vorher wandert der Drall konstant in den Faden und folgt quasi der Faserhand (man muss also schneller sein als der Drall!).

Das Prinzip ist eigentlich wie Fangen spielen: Der Drall läuft durch die Spindelhand den Fasern hinterher, um sie zu fangen und kurz bevor er sie fangen könnte (weil der Faden so lang geworden ist, dass man ihn nicht mehr halten kann) stellt sich die Drallsperre (der Faserhand) vor die Fasern und sagt „Ätschbätsch, Freio!“. Manchmal kann es auch sein, dass die Spindelhand wie eine Lehrerin dazwischen geht und sagt „Hey, auf dem Schulhof wird nicht so schnell gerannt!“.

(Warum ist mir dieses lustige Beispiel eigentlich erst nach dem Videodreh eingefallen?)

Video

Nun hoffe ich, dass ich euch mit dem Video und meinen Beschreibungen eine kleine Hilfestellung geben kann und ihr es ausprobiert. Wenn man es erst Mal kann, macht es riesigen Spaß! Versprochen!
Und es ist eine prima Übung für das Spinnen mit unterstützen (supported) Spindeln. Darüber werde ich nämlich in den nächsten Wochen auch noch ein Video machen 😉

Und weiter gehts…

Die letzten zwei Wochen waren prall gefüllt. Wie ich euch in meinem letzten Posting angekündigt hatte, habe ich mir Zeit genommen, um die Arbeit an meinem Buch zu beenden und es in den Testdruck zu geben. Das hab ich getan und bin überglücklich.

Erst heute Morgen habe ich die Dateien an den Verlag (ich produziere im Eigenverlag) gesendet und mir mein Testexemplar bestellt. Ich habe noch kurz vor dem Absenden ein paar Kleinigkeiten entdeckt, die ich gerne noch ändern würde. Aber diese sind erst Mal in mein Notizbuch gewandert. Ich warte jetzt auf mein Exemplar, dass hoffentlich noch diese Woche mit der Post hier eintrifft und dann wird der Feinschliff gemacht. Ich freue mich riesig.

sss-Deckblatt-Bild

Und ich freue mich auch riesig, mich jetzt auch wieder in ein paar andere Aufgaben zu stürzen. Heute habe ich auch den Shop wieder eröffnet. Vor zwei Wochen habe ich auch schon neue Thaklis und Punis in Indien bestellt. Diese sollten also in den nächsten 2-3 Wochen hier eintreffen. Ich werde sie dann gleich in den Shop einstellen. Auch neue Kontrollkarten für Handspinner wird es nächste Woche wieder geben.

Dann gibt es auch noch ein paar Videos zu bearbeiten und zu drehen 😉 Darauf freut ihr euch sicher schon besonders. Ich weiß gar nicht wann ich die ganzen Videos drehen soll, die ich gerade auf der Liste hab und richtig gerne drehen würde, aber manches schaffe ich sicher noch dieses Jahr.
Wenn das Testexemplar hier eingetroffen ist, werde ich mich auch daran noch einmal intensiv arbeiten, damit ich das Buch dann wie geplant Mitte Januar veröffentlichen kann (das genaue Datum bekommt ihr noch).

Natürlich war ich auch handarbeitstechnisch nicht unaktiv in den letzten zwei Wochen. Im Gegenteil, schließlich brauche ich immer einen Ausgleich zur Arbeit am Computer und beim Spinnen (und Stricken) kann ich wunderbar die Gedanken ziehen lassen und wieder zur Ruhe finden.

Natürlich habe ich eifrig an den Fasern für den Herbst-/Winter-Swap in der chantimanou-Gruppe bei Ravelry gesponnen.20141209-Swap-Spindel5

Mindestens genauso fleißig habe ich an einer Tunika für das Tocherkind gestrickt – die schon einmal fast fertig war, aber wegen nicht gefallen wieder komplett aufgeribbelt wurde. Und jetzt, während ich das aufschreibe, fällt mir auf, dass ich tatsächlich ausnahmsweise noch kein Strickfoto von der Tunika gemacht habe, seit ich sie wieder auf den Nadeln habe. Dafür hab ich ein Bild von den fertigen Spindeln mit dem fertig verzwirnten Garn:

15873031931_64501be9e1_o

Fast noch schöner, als ein Strickstrück, oder? Aber es fehlen noch 100 gr, die ich noch Mal nachzwirnen muss. Und weil ich deshalb nicht weiterstricken konnte, habe ich kurzer Hand noch ein paar Socken angeschlagen und probiere mal die Afterthought Heel (Ravelry-Link) aus, über die ich schon so viel Gutes in diversen Podcasts gehört habe.

20141209-Socken

Oh, und ich habe in der Matthes-Fangruppe bei Ravelry eine gebrauchte russische Spindel mit einem Schälchen gefunden, die nun ihren Weg zu mir gefunden hat – die Updates im Matthes-Shop verpasse ich schließlich auch schon seit über einem Jahr. Und viel von euch haben sich gewünscht, dass ich ein Video über Supported Spindeln mache, da habe ich gedacht eine mehr könne nicht schaden 😉

20141209-Matthes-Spindel

 

So, nun schmeiße ich mich wieder ins Getümmel der Vorweihnachtszeit. Es ist bald schon Weihnachten, ist das nicht schön? Ich freue mich riesig, dabei haben wir noch gar nicht wirklich dekoriert – nur ein ganz klein wenig 😉 Also gibts noch einiges zu tun.

Habt ihr schon dekoriert?

Ich sende euch allen auf jeden Fall herzliche vorweihnatliche Grüße

eure Chanti

Spinn, Spindel, Spinn – 2 Wochen Buch-Pause

Heute möchte ich euch nur kurz daran erinnern, dass der DaWanda-Shop bis zum 08.12. geschlossen bleibt, damit ich mich in diesen zwei Wochen ganz dem Abschluss meines Buches widmen kann.

Hatte ich den Titel eigentlich schon Mal erwähnt? Nein? Na dann wird es aber Zeit! Es heißt „Spinn, Spindel, Spinn“ und richtet sich an Anfänger, Fortgeschrittene und alle, die in irgendeiner Art und Weise Interesse am Spindelspinnen haben oder einfach Spinnbücher sammeln 😉

Und nun nähere ich mich langsam aber sicher dem Ende und werde das Buch in zwei Wochen in den Testdruck geben!!! (drückt mir ganz fest die Daumen…. noch fester… richtig fest!!!)

Daraufhin wird, so der Plan, das Veröffentlichungsdatum bekannt geben. Es wird eine kleine Verlosungsaktion geben UND die Möglichkeit signierte Exemplare vorzubestellen (hätte mir vor 10 Jahren jemand erzählt, dass ich mal Bücher signieren würde, hätte ich wahrscheinlich die Augen verdreht und müde gelächelt).
Es wird zwar nichts mehr für den Tannenbaum, aber der ein oder andere bekommt ja eventuell ohnehin Geldgeschenke oder Gutscheine zu Weihnachten (oder kann sich die jetzt noch wünschen), die dann wiederum im Januar in das ein oder andere hübsche Buch verwandelt werden können.

Also frisch ran ans Werk…

Woran arbeitet ihr gerade?

Kromski Sonata – Spinnrad Review

Diese Woche möchte ich euch das Kromski Sonata vorstellen. Das Reiserad von Kromski ist ein günstiges Rad sowohl für Anfänger als auf für Fortgeschrittene. Alle Informationen zum Rad findet ihr sowohl auf der Internetseite von Kromski, wie auch im Onlineshop „Das Wollschaf“, wo ich auch mein Sonata gekauft habe.

Hier nur ein paar Eckdaten:
Erhätlich in unlackiert, klar lackiert und Walnuss- oder Mahagoni gebeizt
Gewicht ca. 5 kg
Einfädiger Antrieb mit Spulenbremse
Doppeltritt
3 Übersetzungen: 6,5:1, 12:1, 14:1
Geliefert wird das Rad mit 3 Spulen und integrierter LazyKate

Ich würde mich über weitere Erfahrungsberichte zum Sonata freuen. Oder habt ihr noch weitere Fragen zu diesem Spinnrad? Dann schreibt einen Kommentar.

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende und grüße euch alle ganz herzlich
eure Chanti

Mein Groovy-Tuch ist endlich fertig!

Ich hätte ja fast nicht mehr dran geglaubt, dass mein Groovy aus dem Ravelry-SAL/KAL endlich fertig wird. Zum Ende hin hat es sich doch ganz schon gezogen. Da sieht man wieder was man an Lace- und Zopfmustern hat: Eine ganze Menge Abwechslung! Aber um so zufriedener bin ich nun und um so mehr freue ich mich, dass ich es nun als Anschauungsstück mit zum Ravelry-Treffen nehmen kann. Weiterlesen

Schreibpause

Nun habe ich mir endlich vorgenommen mit meinem Spindel-Buch fertig zu werden und habe mir dafür eine Woche frei genommen. Ich werde eine Woche schreiben, schreiben, Notizen anhören, schon geschriebene Texte überlesen und schreiben. Dafür werden Facebook, Ravelry und co. abgestellt. Komplett! 😉 Weiterlesen

Handgesponnene Garne bügeln?

Ihr habt sicher auch schon mal Anleitungen gehabt, bei denen am Ende empfohlen wird, das fertige Strickstück zwischen feuchten Baumwolltüchern mit einem Dampfbügeleisen zu glätten und dann zu blocken. Ich habe mich schon öfter gefragt, ob auch handgesponnene Garne das mitmachen und dachte mir ich probiere es einfach mal aus und lasse euch daran teil haben.

Dafür habe ich das Iron Maiden-Tuch (von Marisa Hernandez, Ravelry-Link) genommen, dass ohnehin schon viel zu lange fertig rum lag, und darauf wartete geblockt zu werden. Normalerweise tränke ich fertige Strickstücke einfach in warmem Wasser, wringe sie vorsichtig aus und blocke sie dann. Für dieses habe ich nun einfache Baumwolltücher (noch aus Baby-Zeiten) getränkt und gut ausgewrungen.

Garn bügeln 1Zwei davon habe ich dann ausgelegt und darüber das Tuch aus handgesponnenem Merino/Suffolk-Garn.

Garn bügeln 2Auf dem Bild sieht man ganz gut, dass der Shawl noch nicht wirklich in Form ist. Ich habe versucht ihn so glatt wie möglich auszulegen und dann darüber das letzte feuchte Tuch gelegt.

Garn bügeln 3Und dann einfach vorsichtig und mit viel Dampf drauf los bügeln. Achten muss man darauf, dass die feuchten Baumwolltücher sehr heiß werden können. Also nicht die Finger verbrennen!

Garn bügeln 4

 

Das ganze Tuch hat nicht am Stück auf den Tisch gepasst – wenn auch nur weil ich nicht bereit war, ihn weiter frei zu räumen 😉 Also habe ich mich stückchenweise durch das Tuch gearbeitet. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen finde ich.

Garn bügeln 5Spaßeshalber habe ich dann mal nicht geblockt, sondern direkt geschaut wie der Schal sich macht und ich muss sagen ich bin sehr begeistert:

Iron Maiden

Iron Maiden

 

Iron MaidenFazit: Ja, man kann auch Strickstücke aus handgesponnenem Garn bügeln und die Methode ist sogar gar nicht mal so schlecht.

WrapsPerInch – Garne messen, Schablone basteln und Verlosung

Ich bin schon häufiger gefragt worden, ob ich die Maßeinheit WPI (Wraps Per Inch) noch Mal genauer erklären könnte. Ich finde es gerade in der Spinnerei sehr praktisch meine Garne mit einem WPI-Mass zu messen und vergleichen zu können noch während ich spinne. Oder besser noch kontrollieren zu können, ob ich auf dem richtigen Weg bin.

Deshalb habe ich in dieswöchigen Video nicht nur die Maßeinheit an sich noch Mal erklärt, sondern euch auch eine Bastelanleitung vorgestellt, mit Hilfe derer ihr eure eigene WPI-Schablone basteln könnt. Für all diejenigen, die nicht ganz so bastelfreundlich sind, oder sich ihre Zeit für Basteleien gut einteilen müssen oder auch diejenigen, die nicht die passenden Materialien zur Hand haben, gibt es eine Vorlage, die ihr einfach ausdrucken könnt. Klickt auf das Bild, um es zu vergrößern und druckt es einfach aus. Um sicher zu gehen, dass ihr die Schablone in der richtigen Größe ausgedruckt habt, habe ich oben links ein Kontrollmaß eingefügt.

GarnSchablone

 

Ich habe viel Freude daran gehabt, diese Schablone für euch zu erstellen. Lasst es mich trotzdem gerne wissen, wenn ihr Fehler findet oder Verbesserungsvorschläge habt. Sie ist nach meinen Ideen und Vorlieben erstellt. Eure können ganz anders sein. Also schreibt mir, wenn ihr Ideen oder Vorschläge habt.
Ihr könnt die Schablone gerne auch weiter geben oder verschenken usw. Nur der Link auf den Karten zum Ausschneiden sollte auf jeden Fall zu sehen sein.

Und für alle, die gar nicht basteln, sonder lieber noch Mal ihr Glück auf die Probe stellen wollen, verlose ich drei der Schablonen. Um in den Lostopf zu wandern, müsst ihr nur einen Kommentar unter diesen Post schreiben. Einsendeschluss dafür ist Sonntag der 14.04.2013 und am darauf folgenden Montag werden die Gewinner bekannt gegeben. Mitmachen kann jeder, egal welchen Wohnortes, welches Alters usw. Yay! Ich freu mich schon riesig auf eure Kommentare und wünsche euch gaaaaaaaaaaaaaaaanz viel Glück.

Und nun viel Spass beim Zuschauen:

Verzwirnen aus einem Knäuel – was schief gehen kann…

Ich habe öfter von Zuschauern gehört, die kleine Schwierigkeiten hatten, während sie ihr Garn aus einem Knäuel mit zwei Enden verzwirnten. Nichts weltbewegendes, aber kleine Fragen, die auftauchen und die auch ich gut nachvollziehen kann. Oft sind die Fragen, die ich von euch bekomme, ohnehin nichts ungewöhnliches – aber das weiß man eben nicht, bevor man sie stellt. Und manche Probleme treten auf, bei fast jedem, ohne dass es etwas mit den eigenen Fähigkeiten zu tun hätte.
Sowie die Knötchen im Faden, von denen ich euch gleich im Video berichte.

Doch bevor ich euch viel Spass beim Anschauen wünsche, möchte ich euch noch daran teilhaben lassen, wie viel es mich gekostet hat, dieses Video zu drehen. Ich habe drei ganze Knäuele verzwirnt – vor laufender Kamera! Erst beim Letzten, kurz vor Ende, habe ich endlich eine verhedderte Stelle erwischt. Ich hätte vorher schwören können, dass es auch mir bei jedem Knäuel passiert. Aber wie es eben so ist, treten solche Schwierigkeiten eben gerade dann nicht auf, wenn man sie vorführen will. So ist es auch mit vielem anderen. Oft wenn ich euch Dinge in Videos zeigen möchte, ist es mit einigen Vorbereitungen verbunden und häufig geht auch etwas gehörig schief. Aber ansonsten wäre es sich auch langweilig!
Habt also Spass am Zuschauen:

Eure Chanti

Spinnrad-Übersetzung

Auf eine Anfrage hin, habe ich noch Mal ein Video zu der Frage gemacht, welche Bedeutung die Übersetzung eines Spinnrads hat und wie diese gemessen werden kann.Viel Spass dabei

 

Spindeln aufwickeln

Da ich letzte Woche nicht daran gedacht hab oder nicht dazu gekommen bin, hole ich es jetzt nach, das neue Video noch hier im Blog zu posten. Einige von euch werden es eventuell schon gesehen haben – andere aber eben nicht. Drum hole ich dieses grobe Versäumnis nun noch nach.

Zuvor möchte ich euch gerne in ein paar Sätzen noch wissen lasse, dass es erst nächste Woche wieder ein neues Videos gibt, weil ich diese Woche keines drehen kann. Dass der Shop wieder gefüllt ist, lasse ich euch auch sehr gerne wissen, auch wenn es manche von euch sicher auch schon bemerkt haben.
Vor allem gibt es einen Handspindel-Workshop für Fortgeschrittene am 17.03.2013, vielleicht ist das was für einen von euch. Bis lang gab es noch keine Buchungen, wenn die Nachfrage für Anfängerworkshop zur Zeit höher ist, würde ich den wohl „umwandeln“.

Spindeln selber bauen

Wie ihr Spindeln selber bauen könnt habe ich euch schon Mal in einer Videoanleitung gezeigt.
Nun findet ihr im handSpinnerey-Shop auch Sets zum Spindeln-Selberbauen.

Spindelbausets

Die Sets enthalten alles was ihr braucht, um eure eigene Spindel zu bauen. Ein Rundholz, einen Wirtel und einen Haken.

spindelbauset2

So könnt ihr eure Spindel vor allem aber vollkommen selbst und frei gestalten. Die Sets sind auch toll, um mit Kindern zu werken die gerne schmirgeln und zusammensetzen.

spindelbauset3

Zusammen mit etwas Wolle habt ihr so ausserdem ein besonders günstiges und individuelles Anfängerset.

spindelbauset4

Neue Produkte biete ich immer  gerne erst Mal in einer limitierten Auflage an, so auch diese Mal. Es sind also nur wenige Sets im Shop erhältlich und erst mal auch nur mit kleineren Wirteln. Die fertigen Spindeln wiegen dann ca. 30 gr.

Ich freue mich wie immer auf euer Feedback 😀

Färben mit Säurefarben: Teil 3

Nachdem wir die Grundlagen gelernt und auch schon mit Hilfe der Mikrowelle angewandt haben, gehts nun an den Herd. Mit Säurefarben im Topf zu färben ist super einfach und macht enorm viel Spass.

Am besten ist, man tastet sich langsam heran, indem man erst Mal einfarbig färbt (wie in diesem Video) und später mit mehr Farben arbeitet (wie im Video nächste Woche).

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=U1lxEFHJJ4w]

Hier gehts zum letzten Teil: Färben mit Säurefarben: Teil 4

Färben mit Säurefarben: Teil 2

Nachdem ich euch die Grundlagen gezeigt habe, färben wir nun den ersten Strang Wolle in der Mikrowelle. Dabei kann natürlich nicht viel schief gehen. Denn das Prinzip kennen wir ja schon vom Färben mit Lebensmittel- oder Ostereierfarben.

Hier aber noch ein Tipp den ich versprochen habe: Das Prinzp funktinioniert im Backofen sehr ähnlich. Nehmt eine Auflaufform und legt die Wolle hinein. Füllt die Form mit klarem Wasser (tut ruhig etwas Essig dazu), so dass die Wolle gerade bedeckt ist. Heizt den Backofen auf 50°C vor. Dann malt die Wolle an, so wie ihr es im Video gesehen habt und stellt sie für min. 30 Minuten in den Backofen. Wenn die Wolle nicht mehr ausblutet ist sie fertig. Das ganze werde ich euch noch Mal in einem eigenen Video zeigen.

Nun habt viel Spass beim Zuschauen und ein schönes Wochenende:

Nächsten Freitag kommt dann der dritte Teil der Serie:
Färben mit Säurefarben: Teil 3