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Manchmal braucht man Herausforderungen

Und ich ganz besonders. Hin und wieder messe ich mich gerne mit mir selbst. Gerade dann, wenn ich mit etwas nicht ganz zufrieden war. Dies war zuletzt der Fall, als ich mein erstes Garn für das Groovy Spin- und Knitalong gesponnen habe.

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Der erste Versuch hatte nicht annähernd die Lauflänge, die ich gerne gehabt hätte. Also habe ich ein neues Garn gesponnen und aus zwei handgefärbten Bluefaced-Leicester Garnen dieses zweifach verzwirnte Garn gemacht:
Groovy Garn 1

Groovy Garn 2

Bei einem Gesamtgewicht von 225 gr. hatte ich eine Lauflänge von ca. 576m. Also 256m /100 gr.
Das gefiel mir schon gut und das Tuch wurde angestrickt. Nun dachte ich mir aber „Da geht doch bestimmt noch was!“ Und weil ich schon lange keine wirklich dünnen Garne mehr gesponnen habe und auch nie wirklich Wert darauf gelegt habe, nahm ich die Herausforderung an.

Ich habe mir vier schöne Batts, ebenfalls aus Bluefaced Leicester, zurecht kardiert…
Batts Bluefaced Leicester

… dann jeweils der Länge nach die Farben wieder geteilt und vorgezogen. Ich habe dann je ein Batt von ca. 50 gr. auf eine Spule gesponnen und dabei die Farben Gelb, Grün, Rosé nacheinander versponnen. Im kurzen Auszug und so dünn wie möglich. So dass ich beide Spulen am Ende miteinander verzwirnen und den Farbverlauf der Batts erhalten konnte.

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Ich bin begeistert von dem Garn, es ist wunderschön. Und die Lauflänge bei 102 gr. beträgt 337 m (ungewaschen). Bluefaced Leicester hat meiner Meinung nach ein recht hohes Eigengewicht, deshalb bin ich mit der Lauflänge schon sehr zufrieden. Weitere 100 gr. folgen noch, aber damit ich sie zusammen verstricken kann, muss ich aufpassen, dass ich nicht versuche noch dünner zu spinnen.

Ob da wohl noch mehr geht?
Was war eure längste Lauflänge?

Ashford Joy 2 – Unboxing

Nun möchte ich euch doch gerne noch die versprochenen Bilder vom Auspacken meines neuen Spinnrads zeigen. Hatte ich einen Spaß.
Das Ashford Joy 2 kommt in einem ziemlich kompakten Karton daher:

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Als erstes kamen mir die Spulen (einzeln gut verpackt) und ein kleines Tütchen entgegen. In dem Tütchen befinden sich die Scharaubhaken für den Flügel und die Bremse, der Einzugshagen, die Spiralen für die Bremse, das Bremsseil und der Griff der Bremse zum Aufdrehen des Seils:

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Gleich darauf folgte der Flügel, auch gut verpackt. Die Sliding-Hooks waren schon angebracht. Es fehlen nur noch die Haken, die vorne am Holz in vorgebohrte Löcher geschraubt werden.
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In dem Paket fand ich auch einen Umschlag mit zahlreichem Material: Eine Anleitung zu Aufbau und Anwendung des Spinnrads, eine Anfängeranleitung zum Spinnen, einen Katalog und eine Ausgabe von The Wheel, dem Ashford-Club Magazin. Sowie ein Kärtchen mit dem Namen und einem Bild der Frau, die das Spinnrad verpackt hat.

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Und dann, tadadada, stand es auch schon vor mir. Es wird direkt in der Tasche geliefert, was natürlich praktisch ist und zusätzlich schützt.2013-06-03 17.37.11

So sieht man auch gleich wie kompakt das Rädchen im zusammengeklappten Zustand ist.

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Zum weiteren Aufbau bin ich dann ins Wohnzimmer umgezogen, weil sich ein paar Wolken am Himmel abzeichneten. Wie beschrieben werden die Schraubhaken vorne am Holzteil des Flügels angebracht. Auch die Bremse ist leicht zu montieren und die Anleitung super bebildert. Link unterhalb des Flügels wird eine Schraube mit einer Spirale angebracht. Das beigelegte Kunststoffseil wird zerschnitten und an die Spirale geknotet. Am anderen Ende wird eine weitere Spirale befestigt, worauf noch ein Stück Seil folgt, dessen Ende an dem Bremsknopf/-griff befestigt wird, so dass das Bremsseil aufgedreht werden kann.
Der Flügel wird an den Wirtel geschraubt.

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Links unter der Bremsschraube ist ein weiteres Loch, um den Einzugshaken einstecken zu können, der dann von aussen genauso aussieht wie der Bremsgriff.
So sieht das hübsche kleine Ashford Joy dann in voller Montur aus:

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Zum Transport werden die Spulen unten nach innen geklappt und der Flügel mit der darauf liegenden Spule wird abgeschraubt und in eine dafür vorgesehene Stelle des Rahmens gesteckt. Dazu muss das Schwungrad eine bestimmte Position haben, denn die Aussparungen haben unterschiedliche Formen.

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Und noch eine Nahaufnahme wie es im Spinnrad aussieht, wenn es aufgeklappt wird. Der Knecht ist auf diesem Bild auch noch nicht fest gesteckt, wie ihr sehen könnt.
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Ich bin wirklich begeistert von der Konstruktion dieses kleinen Rädchens. Und eine Spule hab ich auch schon voll gemacht. Die zeige ich euch dann auch bald.

Wer noch Mal sehen möchte, wie das (fertig montierte) Rad aufgebaut wird, der kann sich das Video ansehen:

Es ist da: Das neue Spinnrad

Und einige von euch haben es auch schon erraten: Ich habe mir für das neue Joy von Ashford entschieden und habe mich riesig gefreut, als es am Montag angekommen ist.

Später zeige ich euch noch ein paar Bilder vom Aufbau und werde noch Mal ein wenig ausführlicher berichten. Aber um euch das Rad zu zeigen und euch meine erste Einschätzung zu geben, habe ich schon mal ein kurzes Video gedreht: