Schlagwort: kardiergerät

Kammzüge ziehen mit dem Kardiergerät

Nachdem ich euch letzte Woche gezeigt habe, wie man mit dem BlendingBoard Kammzüge herstellen kann, zeige ich diese Woche die gleiche Technik am Kardiergerät. Der Vorteil ist natürlich, dass ein Kardiergerät mehr Fasern fasst (im Schnitt ca. 50gr) und ihr mit etwas Übung und Geschick ein viel längeres Band ziehen könnt, als es mit dem BlendingBoard möglich wäre. Meiner Erfahrung nach werden die Bänder auch ein wenig gleichmäßiger.

Kammzug oder Kardenband?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Kammzug und einem Kardenband? Der Kammzug besteht aus gekämmten Fasern, die parallel orientiert sind. Beim Kämmen werden ausserdem die langen Fasern von den Kurzen getrennt, so dass im Kammzug nur die Fasern einer gewissen Länge übrig bleiben. Ein Kardenband besteht aus, in der Regel kürzeren, kardierten Fasern. Diese liegen kreuz und quer und weniger dicht beisammen.

Wenn wir also Fasern aus einem Kammzug mit einem Blending Board oder Kardiergerät verarbeiten und dann ein Band daraus ziehen, ist es per Definition weder ein Kammzug noch ein Kardenband.
Eigentlich…!Uneigentlich könnt ihr euer Produkt natürlich nennen wie ihr wollt und die Hauptsache ist, dass ihr Freude am Schaffen habt.

Nun aber viel Spaß beim Video 😀

Mit Fasern Farbverläufe mischen

Mit Farben zu arbeiten ist eine meiner großen Leidenschaften. Was ich besonders faszinierend finde ist das Mischen von farbigen Fasern mit Kämmen und Karden, so dass neue Farben entstehen. Im Video und in diesem Post möchte ich erklären und zeigen, wie man Farbverläufe aus Fasern zusammen mischen kann, um sie später zu verspinnen. (Weil es euch beim letzten Mal so gut gefallen hat, habe ich auch noch ein paar Outtakes an das Video dran gehangen, viel Spaß dabei).

Den Begriff Farbverlauf benutze ich in diesem Zusammenhang für einen fliessenden Verlauf von einer Farbe zu einer anderen. Ein Farbverlauf von Grün nach Blau würde also zum Beispiel verschiedene Grün- und Blautöne beinhalten. Ein kräftiges Blau, ein grünlicheres Blau, ein kräftiges Türkis usw.

Einer meiner Farbverläufe für den Sari (Spinalong / Knitalong in der chantimanou Ravelry-Gruppe)

Einer meiner Farbverläufe für den Sari (Spinalong / Knitalong in der chantimanou Ravelry-Gruppe)

Natürlich lässt sich so ein Verlauf  färben, allerdings sollte man dafür schon etwas Erfahrung mit dem Färben haben und eine Feinwaage für die Farben benutzten, damit man hinterher nicht enttäuscht, weil die Farben nicht den Vorstellungen entsprechen. Durch das Zusammenkardieren oder -kämmen gefärbter Fasern hingegen, lässt sich sehr einfach ein natürlich wirkender Farbverlauf erstellen. Ich habe bisher mit 3 verschiedenen Varianten gearbeitet, die ich euch erklären und ans Herz legen möchte.

1. nach Gewicht

Hast man eine Küchenwaage zur Verfügung und möchte einen Farbverlauf mit einer bestimmten Menge an Fasern erstellen, ist es sinnvoll nach Gewicht zu arbeiten. Wichtig ist, dass man zwei Farben aus der gleichen Menge an Fasern hat, also zum Beispiel 2 x 100g. Ausserdem sollte man sich vorher überlegen wie viele Abstufungen erreicht werden sollen, im Beispiel im Video habe ich 5 Abstufungen gewählt (inklusive Unifarben am Anfang und Ende des Verlaufs). Um zu wissen wie viele Fasern man für jede Farbstufe braucht, teilt man nun die Menge der Fasern nur die Anzahl der Farbstufen.

200g Fasern / 5 Farbstufen = 40g pro Farbstufe

Nun müssen die Fasern aber auch in sich ändernden Verhältnissen gemischt werden, damit wirklich ein Verlauf entsteht. Anfangs steht Farbe 1 allein, also 40g von Farbe 1. Dann kann man das Verhältnis ändern, in dem man etwas von Farbe 1 weg nimmt und Farbe 2 hinzu gibt. Das würde wie folgt aussehen.

40g Farbe 1
30g Farbe 1 + 10g Farbe 2
20g Farbe 1 + 20g Farbe 2
10g Farbe 1 + 30g Farbe 2
40g Farbe 2

Mit einer Küchenwaage kann man die entsprechenden Mengen der einzelnen Farben für den Verlauf abwiegen.

Mit einer Küchenwaage kann man die entsprechenden Mengen der einzelnen Farben für den Verlauf abwiegen.

Nach dieser Tabelle können die Fasern dann abgewogen und vermischt werden.

TIPP: Um so häufiger man die einzelnen Abstufungen durchmischt, um so mehr vermischen sich die Farben und es entsteht eher eine neue optische Farbe.

2. nach Anteilen

Nach Anteilen zu mischen ähnelt der ersten beschriebenen Variante, kommt aber ohne Waage aus. Kammzüge lassen sich wunderbar in eine bestimmte Menge von Teilen auftrennen. Auch wenn das sicherlich nicht so akkurat und genau ist wie die erste Methode, so ist es doch meine Lieblingsvariante.

In diesem Fall erstellen wir eine einfache Verhältnistabelle und teilen die Kammzüge später in die entsprechenden Teile auf und sortieren sie wieder zusammen. Eine Verhältnistabelle beschreibt nur Anteile, keine Mengen in g. Um 5 Farbabstufungen zu erzielen fangen wir mit 4 Anteilen an (bei 8 wären es 7, bei 9 wären es 8 usw.). Auch hier verringern wir die Anteile auf der linken Seite und erhöhen die Anteile auf der rechten Seite:

2 Grundfarben und 5 Abstufungen
4 – 0
3 – 1
2 – 2
1 – 3
0 – 4

Ich verknote meine kleinen Faserteile gerne, damit ich einen besseren Überblick behalte.

Ich verknote meine kleinen Faserteile gerne, damit ich einen besseren Überblick behalte.

Also brauchen wir 10 Teile von jeder Farbe (4+3+2+1= 10 / Man kann auch 2×5 rechnen ist mir später aufgefallen, als ich das Video geschnitten habe, aber von Natur aus nehme ich immer erst Mal den komplizierteren Weg). Die Farbteile können dann entsprechend der Verhältnistabelle sortiert und mit Karden oder Kämmen vermischt werden.

Übrigens: Um so mehr Abstufungen ein Verlauf enthält, um so gleichmäßiger wirkt er. Ein Verlauf mit nur einer Zwischenfarbe zum Beispiel würde nicht so fließend wirken, wie mit 3 Zwischenfarben.

Farbverläufe können mit Handkarden, Kämmen oder Kardiergeräten gemischt werden - arbeite womit du am liebsten arbeitest.

Farbverläufe können mit Handkarden, Kämmen oder Kardiergeräten gemischt werden – arbeite womit du am liebsten arbeitest.

3. nach Gefühl

Bei aller Liebe zur Genauigkeit, man kann natürlich auch einfach drauf los mischen. Fang mit einer Farbe an, gebe immer etwas mehr von der anderen Farbe hinzu, während du von der ersten Farbe immer weniger nimmst. So kann ein wunderbarer Farbverlauf entstehen, vor allem dann wenn man ausreichend Fasern in beiden Farben zur Verfügung hat. Und vor allem auch dann, wenn es einem nicht soooo wichtig ist, wie viele Farbabstufungen dabei entstehen.

Ich persönlich mache das super gerne am Blending Board oder manchmal auch mit Handkarden. Es macht riesen Spaß, versprochen! Allerdings habe ich mich zum Beispiel für den Sari (Spinalong und Knitalong in der Ravelrygruppe) dagegen entschieden, weil ich bestimmte Mengen an Fasern und geplante Farbverläufe brauchte. Daher habe ich für das Projekt mit Verhältnistabellen und der Waage gearbeitet.

Im Video gebe ich euch auch noch ein paar kurze Tipps wie selbstgemischte Farbverläufe dann versponnen werden können.

Wie sieht´s bei euch aus?
Mischt ihr gerne Farben mit Handkarden, Kardiergerät oder Kämmen?
Habt ihr schon mal Farbverläufe gemischt oder jetzt vielleicht Lust darauf bekommen?

Schreibt mir einen Kommentar, ich bin gespannt auf eure Erfahrungen.

 

Rohwolle kardieren und kämmen

Hab ich schon mal erwähnt, dass ich Rohwolle liebe? Es gibt fast nichts schöneres als ein Vlies zu sortieren zu waschen, zu kartiere oder zu kämmen und dann mit viel Freude zu verspinnen. Ein großartiges Erlebnis! Und um einen Teil dieses Erlebnisses geht es heute, nämlich um das Kardieren und/oder Kämmen gewaschener Rohwolle.

In meiner Ravelry-Gruppe haben wir einen Thread, indem es sich um das Waschen von Rohwolle dreht. Und nachdem wir fest gestellt hatten, dass das Waschen der Wolle sehr wohl Schmutz, Staub und Fett entfernt, aber nicht umbedingt die Pflanzenreste, habe ich beschlossen ein Video darüber zu machen, wie ich mit diesen Pflanzenresten (so wie Steinchen, Unrat usw.) in der Wolle umgehe.

2015-02-02 -Rohwolle

Merino-Vlies: links sieht man noch etwas ungewaschene Wolle, rechts die gewaschene Rohwolle.

Erst vor kurzem habe ich ein wundervolles Merino-Vlies bei DaWanda erstanden und mit viel Liebe und Sorgfalt gewaschen (ihr müsst mal drauf achten wie oft ich im Video „sind das schöne Locken“ oder „oh ist das weich“ sage, ich liebe dieses Vlies wirklich!). Zum Waschen habe ich Unicorn Power Scour und Fibre Rinse verwendet. Dieses Vlies habe ich nun als Anschauungsmaterial genommen, ein paar Locken gezupft und kardiert und ein paar Locken gekämmt. So dass man am Ende sehen kann, wie viel „Dreck“ tatsächlich noch aus einem vermeintlich sauberen Vlies heraus kommt.

Die Locken werden einfach mit den Fingerspitzen auseinander gezogen.

Die Locken werden einfach mit den Fingerspitzen auseinander gezogen.

Zupfen und Kardieren

Die Grundlage für diesen Prozess ist, dass die Wolle wirklich gut entfettet ist. Das Fett hält den Dreck (vor allem Staub und kleine Körnchen) gerne fest.

Um die Wolle zu kardieren, zupfe ich die einzelnen Locken vorher etwas aus. Dabei fällt schon eine Menge Dreck heraus. Es hat den Anschein, dass dies eine mühselige Arbeit ist. Ganz ehrlich? Das ist es auch! Auch wenn ich im Video dabei sehr viel langsamer arbeite, als ich es in Wirklichkeit je tun würde. Trotzdem dauert es natürlich, vor allem dann wenn man ein ganzes Vlies bearbeitet. Macht man das öfter kann ein Reißwolf oder Wool Picker einem die Arbeit abnehmen. Aber mal ehrlich: einen Abend mit einem netten Hörbuch oder einer Fernsehserie, einem Glas Rotwein umgeben von feiner, weicher, kuscheliger Wolle zu verbringen. Wer kann da schon Nein sagen?

Die luftigen Locken können dann dann sehr einfach mit Handkarden oder einem Kardiergerät kardiert werden, nicht zu viel auf einmal! Im Video habe ich mein Hero Kardiergerät von Woolmakers verwendet, nicht nur weil ich faul bin. Sondern vor allem weil der ganze Dreck, der raus fällt, sich unter dem Gerät sammelt und ich euch so am besten zeigen konnte, wie es später darunter aussieht. Was wir daraus lernen? Wenn man Handkarden verwendet sollte man sich auch ein Tuch auf den Schoß legen, um den Schmutz zu sammeln oder zumindest alte Kleidung anziehen und den Staubsauger bereit halten.

Screenshot 2015-04-03 22.14.41

Sieht schon sauberer aus, nicht wahr?

Nach drei Durchgängen habe ich mein kleines Batt für ausreichend sauber erklärt. Es sind immer noch ein paar Schmutzpartikel enthalten, aber die werden mit Sicherheit beim Spinnen heraus fliegen. Wie viel tatsächlich beim Kardieren heraus fällt, kommt auch ein wenig auf den Kardenbelag an und das Kardiergerät an. Und natürlich auch auf die Wolle (stärker gekräuselte Wolle hält kleine Partikel eher fest, als weniger gekräuselte).

Kämmen

Screenshot 2015-04-03 22.13.07

So hübsche Locken lassen sich wunderbar kämmen.

Fasern, die länger als 3-4 cm sind, kann man auch wunderbar kämmen. Deshalb war mein wunderschönes Merino-Vlies bestens geeignet, um auch das mit meinen kleinen Louet Mini Combs (Kämmen) demonstrieren zu können. Und meine Güte hat das Spaß gemacht! Auch beim Kämmen fällt einiges an Schmutz heraus, der sich noch in den Fasern versteckt hat. In meinem Fall sogar fast mehr, als bei dem Zupf- und Kardierprozess. Das kann aber unterschiedlich sein. Der kleine Kammzug, der im Video entstanden ist, war sehr sauber und weich und traumhaft – ja, ich denke ich werde das ganze Vlies kämmen. (Was ne Arbeit! *Uff* Aber es wird sich lohnen!)

Vor dem Kämmen zupfe ich die Fasern nicht, entferne aber je nach dem Planzenstückchen, wenn möglich.

Vor dem Kämmen zupfe ich die Fasern nicht, entferne aber je nach dem Pflanzenstückchen, wenn möglich.

Zum Kämmen werden die Fasern immer mit der Wurzelseite auf die Kammnadeln gelegt (im Video zeige ich einen kleinen Trick, für den Fall, dass man die Spitzen der Locken nicht erkennen kann). Ich spritze die Fasern dann noch ein wenig mit Wasser ein, um zu verhindern, dass sie sich beim Kämmen statisch aufladen und in alle Richtungen abstehen.

Die Kämme werden dann entgegen gesetzt gehalten, einer (mit den Fasern) vertikal mit den Nadelspitzen nach oben, der andere horizontal und nach Möglichkeit so, dass die Nadeln von einem selbst weg zeigen. Beim Kämmen sollte man vorne an den Spitzen anfangen und sich dann langsam in die Fasern vorarbeiten. Der Kamm mit den Fasern wird ruhig gehalten, mit dem anderen Kamm wird gekämmt. So übertragen sich die Fasern nach und nach auf den freien Kamm. Die übrig gebliebenen Fasern auf dem stillen Kamm, kann man dann aussortieren.

Die Fasern können wieder auf den ruhigen Kamm zurück übertragen werden, in dem man den zweiten Kamm horizontal hält (wie vorher auch), aber ihn von oben nach unten bewegt, so dass der stille Kamm die Fasern greifen kann (der Vorteil dieser Methode ist, dass man immer weiß wo die Spitzen der Fasern sind…).

Screenshot 2015-04-03 22.09.54

Der kleine Kammzug ist wunderbar luftig und super sauber.

Nach ein paar Durchgängen kann man einen Kammzug ziehen, wenn man möchte mit Hilfe eines Diz. Im Video habe ich es ohne gemacht, in dem ich einfach die Fasern Stück für Stück von dem Kamm abgezogen habe.

Fazit

Wenn ihr gerne mit Rohwolle arbeiten möchtet oder sogar schon Vliese zu Hause habt, möglicherweise sogar schon gewaschen, dann lasst euch bitte bitte bitte bitte nicht abschrecken von Pflanzenresten und dergleichen. Ist die Wolle erst Mal sauber und entfettet, ergibt sich der Rest fast wie von alleine. Und es macht soooo viel Spaß (das hatte ich schon erwähnt oder? Ich fange an mich zu wiederholen)!

Zeigt mir doch Bilder von eurer Rohwolle, gewaschen, kardiert, gekämmt, wie auch immer…. Ich würde mich freuen! Entweder in meiner Ravelry-Gruppe oder bei Instagram oder Facebook. Schreibt das Hashtag #rohwolle dazu und markiert mich @chantimanou (Instagram) oder @chantimanou handSpinnerey (Facebook), damit ich eure Bilder sehen kann.

Überraschendes Ouessant

Es ist schon fast ein Jahr her, da habe ich von einer lieben Zuschauerin einen ganzen Sack Ouessant-Wolle erhalten. Ich habe mich irrsinnig gefreut die Wolle dieser hübschen kleinen Schafe mal ausprobieren zu können.

Nur leider fehlte mir irgendwie die Zeit um die Rohwolle weiter zu verarbeiten und so schlummerte sie erst Mal eine ganze Zeit lang in meiner Werkstatt vor sich hin. Bis letzte Woche, denn ich hatte mir fest vorgenommen sie innerhalb dieser Sommerferien zu verarbeiten. Also machte ich mich daran die extrem fettige Wolle einzulegen und nach und nach zu waschen. Ich habe die Wolle in zwei Hälften geteilt und jede hat die Badewanne einen ganzen Tag lang blockiert, während sie unzählige Waschgänge über sich ergehen lies.

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Dabei konnte ich auch endlich ein paar Wollwaschprodukte testen, die ich mir vor einiger Zeit als Proben bestellt habe. Davon werde ich euch eventuell noch Mal an anderer Stelle berichten.

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Mit dem Ergebnis der ersten Hälfte war ich sehr zufrieden. Die zweite Hälfte werde ich noch Mal waschen müssen, da sie immer noch zu viel Fett enthält.

Am vergangenen Wochenende habe ich es dann bei 30°C im Schatten gewagt die Wolle weiter zu verarbeiten. Ein mutiges Unterfangen, ja. Aber ich hatte Zeit und Lust, also ran an die Arbeit.

Zuerst habe ich das ganze Vlies auseinander gezupft und die einzelnen Locken geöffnet. Das mache ich gerne mit Handkarden und ich finde der Unterschied in den Vorher-Nachher-Bildern ist deutlich sichtbar.

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Offen gestanden war das die meiste Arbeit und hat mit Sicherheit 4-5 Stunden gedauert. Ok, vielleicht etwas weniger wenn man die ganzen Hitze-Beine-hoch-leg-Pausen abzieht.

Das Kardieren ging dagegen erstaunlich schnell und das obwohl ich den kleinen Hero von Woolmakers verwendet habe. Ich wollte doch mal testen wie weit ich damit komme und war sehr postitiv, überrascht muss ich gestehen. Es ist doch noch einiges aus der Wolle raus gekommen an Dreck und die Wolle ist auch nicht mit feiner Merino vergleichbar. Aber der Hero hat seinen Dienst getan ohne auch nur einmal zu mucken.

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Die kleinen Mini-Batts wiegen alle zusammen 326 gr. und ich finde sie wunderschön. Ich bin jetzt schon mehr als begeistert von der tollen Faser und freue mich riesig darauf sie zu verspinnen und daraus etwas zu stricken. Ich bin noch nicht ganz sicher was ich daraus machen werde.

Irgendwelche Vorschläge?

Das chantimanou Sommerfest 2014

Das Sommerfest im FAZ-Cafe war ein voller Erfolg und hat super viel Spaß gemacht. So viele Spinnerinnen haben sich zusammen gefunden, gegessen, getrunken, gequatscht und gesponnen. Draußen hat es geregnet, aber wir hatten ein gemütliches und schönes Dach über dem Kopf und konnten ausgiebig spinnend feiern.

Alle haben etwas mitgebracht und zum Buffet beigetragen, leider habe ich davon gar kein Bild gemacht. So viel hätte niemand jemals essen können. Es war für jeden etwas dabei. Großartig.

Vor allem aber wurde viel gelacht und geredet. Die Spindeln sind geflogen, die Spinnräder surrten vor sich hin. Und davon waren einige da.

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Manch ein Tisch war mit Wolle, Kaffetassen, Tellern und Spindeln gefüllt. Eine gelungene Kombination wie ich finde:

Sommerfest2014-06

 

Lisa hat für alle wunderbare Kaffespezialitäten gezaubert und was man auf dem Bild noch nicht sehen kann, ist dass wir am frühen Nachmittag auch noch eine Runde Sekt ausgeschenkt haben, um mit allen auf unser schönes Fest zu prosten.

Lydia hat ihre Trindeln und viele andere hübsche Sachen mitgebracht. Maschenmarkierer und Einzugshaken aus Glas zum Beispiel:

Sommerfest2014-03

 

Leider habe ich kein Bild von Charlys schönen Fasern, die sie auch ausgelegt und angeboten hat. Aber davon werde ich euch  noch an anderer Stelle berichten.

Und auch die Kardierstation war eigentlich immer besetzt. Ich hatte mein Kardiergerät von Tom Walther und den Hero von Woolmakers mitgebracht. Beide sind im Dauerbetrieb heiß gelaufen. Es stand einiges an Wolle zum Ausprobieren zur Verfügung, jeder konnte aber auch mitgebrachte oder erstandene Wolle kardieren. So sind eine Menge wunderschöner Batts entstanden.

Sommerfest2014-08

Auch die ganz kleinen waren schon am Werk und haben in Zusammenarbeit Farben zusammengestellt und gekurbelt. Und hinterher ganz stolz ihr erstes Batt in die Kamera gehalten.

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Sieht das nicht großartig aus?

Und sogar jemand ganz kleines hat eine Spindel in die Hand bekommen. Wer hin und wieder in der chantimanou Ravelry-Gruppe vorbei schaut hat möglicherweise schon einen dieser kleinen Bären von lightlime gesehen. Hier mit einer kleinen Mini-Kreuzspindel.

Sommerfest2014-09

Auch die Tauschkiste war ein voller Erfolg. Jeder konnte etwas mitbringen und in die Kiste legen und sich dafür etwas andere wieder heraus nehmen. Das hat prima funktioniert – auch wenn ich ein paar Sachen, die am Ende noch übrig waren mit nach Hause genommen habe. Als bräuchte ich noch Wolle 😉

Und einige kleine Geschenke durfte ich auch mit nach Hause nehmen, denen ich aber in den nächsten Tagen einen eigenen Post widmen möchte.

Sehr sehr dankbar sind wir für all die großzügigen Spenden. Da wir keine Gebühr für die Teilnahme am Fest erhoben haben, hatte ich schon im Vorhinein um Spenden zur Deckung unserer Unkosten gebeten. Die Teilnehmer haben alle fleissig das Spendenglas gefüllt und so hatten wir sogar noch einen kleinen Obolus für unsere Mühe übrig. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer.

Gerne möchten wir das chantimanou Sommerfest auch nächstes Jahr wieder veranstalten. Noch steht nichts fest und wir haben ja auch noch etwas Zeit. Erst Mal genießen wir noch die Freude, die uns dieses Fest beschert hat und werden uns sicher noch einige Zeit daran erfreuen.

Es grüßt euch alle von Herzen

die Chanti