Schlagwort: tipps

Zählfaden beim Haspeln (Lauflänge messen)

Während des Haspelns zu zählen, um später die Lauflänge des Garns bestimmen zu können, ist manchmal anstrengend. Ich zeige euch einen Tipp, der mein Leben sehr viel einfacher gemacht hat.

Vielen herzlichen Dank für das großartige Feedback zum Start meiner Patreon-Kampagne. Ich bin total überwältigt wie viele Zuschauer schon zu Unterstützern geworden sind und mir dabei helfen weiterhin kostenlose Videos zu machen und viele neue wollige Techniken, Ideen und Tipps mit euch zu teilen. Jede noch so kleine Spende hilft! Und Unterstützer bekommen nicht nur ein paar nette Dankeschöns von mir, sondern können mir auch helfen zu entscheiden, welche Videos als nächstes erscheinen!
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Und wieder geht ein Jahr zu Ende. Mit diesem Video verabschiede ich mich in die Weihnachtspause und wünsche euch allen frohe Festtage und einen wunderbaren Start ins neue Jahr. Und vor allem viel Zeit zum Spinnen 😉

Eure Chanti

Faserlexikon: Lacaune Milchschaf

Das Lacaune Milchschaf ist, wie sein Name schon sagt, eine Schafrasse, die vor allem wegen ihrer Milch gezüchtet wird. Auf die Wolle, die das Schaf produziert, wird bei der Zucht wenig wert gelegt und offen gestanden hat es davon auch gar nicht so viel, wie viele andere Schafsorten. Erstaunlicherweise aber sind Fasern dieser französischen Schafrasse, die ich euch in dieser Folge des Faserlexikons vorstelle, unheimlich weich und ergeben versponnen ein sehr interessantes Garn.

Habt ihr schon mal mit dieser Faser gearbeitet oder von der Schafrasse gehört? Hinterlasst mir einen Kommentar oder diskutiert mit anderen interessierten HandspinnerInnen in meiner Ravelrygruppe. Ich würde mich freuen von euch zu lesen!

Habt ein wundervolles Wochenende und wie immer ganz viel Spaß bei all euren Spinnereien
eure Chanti

Weiterführende Videolinks:
Kardieren mit dem Kardiergerät: https://youtu.be/hGz9Tv9WNgs
Spinnen im langen Auszug: https://youtu.be/raaeR-INkCc
Navajozwirnen: https://youtu.be/jf13DHOrxQ0

8 Tipps für das Bliss von Woolmakers (und andere Spinnräder)

Diese Woche habe ich im Video 8 Spinnrad-Tipps für euch zusammen gestellt. In erster Linie geht es um das Bliss von Woolmakers, aber viele der Tipps sind durchaus auch auf viele Spinnräder übertragbar! Also schaut es euch doch an und seht, ob etwas für euch dabei ist.

Für all diejenigen, die Review zum Bliss noch nicht gesehen  haben, sich aber für das Rad interessieren, hier der Link: https://youtu.be/r_SWxgPnsZU

Habt ihr vielleicht noch andere Tipps und Tricks, die ihr anderen SpinnerInnen mit auf den Weg geben möchtet? Dann würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen!

Habt ein wunderbares Wochenende und seid herzlich gegrüßt
eure Chanti

Unterstützte Spindeln ohne Leitfaden

Nach der Veröffentlichung meines Videos über das Spinnen mit unterstützten Spindeln, haben mich einige von euch angeschrieben und gefragt, wie man denn mit Spindeln umgeht, an denen man keinen Leitfaden befestigen kann.

 

Tatsächlich habe ich die Frage im Video ein wenig ignoriert und deshalb gehe ich jetzt noch einmal separat in einem eigenen Video darauf ein. Eigentlich ist es ganz einfach, erfordert aber sicher ein wenig Übung. Der Trick ist, dass erst Mal ein Faden mit den Fingern verdreht wird, den man dann an der Spitze der Spindel befestigen kann. Dann wird der Faden ganz vorsichtig verlängert, denn wirklich fest ist das Fadenende an der Spindel noch nicht. Es hört sich ein wenig mühselig an, aber hat man es ein paar Mal gemacht, geht es ganz schnell. Ist der Faden lang genung, kann er weiter unten am Spindelschaft befestigt werden. Dabei hält man ein Ende fest und der Faden wird fest darum gewickelt, so dass sich das Ende nicht lösen kann und der Faden fest auf dem Schaft sitzt.

Hört sich einfacher an, als es aussieht, nicht wahr? Wie so oft ist Übung das beste Rezept!

Geduld ist eine Tugend

Vor ein paar Monaten hatte ich einen Post über Monogamie geschrieben. Könnt ihr euch erinnern? Es ging um Monogamie bei meinen Spinn- und Strickprojekten. Heute geht es um eine andere Art: Projekt-Monogamie – und ich meine keine Strickprojekte…

Seit ich mit YouTube-Videos angefangen habe und in den Jahren, in denen ich die chantimanou handSpinnerey aufgebaut habe, stand ich immer wieder vor dem Problem, dass ich zu viele Ideen auf einmal umsetzen möchte und dann erst Mal gar nichts funktioniert. Mein Buch, ein neues Kurskonzept, eine Veranstaltung, eine größere Videoidee… Wenn es einigen von euch auch so geht wie mir, dann ist dieser Artikel vielleicht interessant für euch.

Wenn ich eines schon immer über mich wusste, dann dass ich ein Projekt-Mensch bin. Ich liebe es zu planen und auszuarbeiten, ich liebe es mich voll in eine Idee rein zu hängen und ich liebe es etwas abzuschließen.
Aber wenn ich in den letzten eines über mich selbst dazu gelernt haben sollte (und das sollte ich eigentlich!), dann dass ich ein Ein-Projekt-Mensch bin! Meine Strick- und Spinnprojekte habe ich dieser Erkenntnis angepasst. Aber wie sieht es mit anderen Arbeitsbereichen aus?

Das Chaos im Kopf beginnt
In der Regel liegt es weder an der Planung, noch an der Motivation Ideen umzusetzen.
Wenn ich versuche über einen längeren Zeitraum an zu vielen Projekten gleichzeitig zu arbeiten, passieren in der Regel zwei Dinge:

1. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll.
Ich sitze vor meiner ToDo-Liste und würde am liebsten alles auf einmal machen. Ich finde alles toll und stecke voller Energie, aber ich weiß einfach nicht wo ich anfangen soll, weil es zu viel gibt, was ich tun könnte. Folglich mache ich von allem ein bisschen oder sogar gar nichts, weil ich zu lange brauche, um mich zu entscheiden.

2. Ich fühle mich unbefriedigt.
An einem Tag arbeite ich an dem einen Projekt, am nächsten Tag am anderen und am dritten Tag wieder an einem anderen. Erstens komme falle ich ständig aus dem Arbeitsfluss und muss mich wieder neu einarbeiten und zweitens habe ich (natürlich) das Gefühl ewig an einem Projekt zu arbeiten. Das ist frustrierend.

Ein System muss her
Obwohl ich mir dessen bewusst bin, bin ich über die Jahre doch immer wieder dem gleichen Schema verfallen. Ich habe mich aber auch nie bewusst dazu entschieden grundsätzlich und immer nur an einem Projekt gleichzeitig zu arbeiten.

Nun habe ich vier Regeln aufgestellt, die mir helfen sollen erfolgreicher an meinen vielen Baustellen zu arbeiten:

1. Geduld ist eine Tugend
Wenn ich eine neue Idee habe, möchte ich oft so schnell wie möglich Ergebnisse sehen. Habe ich also Ideen/Einfälle/Gedanken, während ich gerade an einem Projekt arbeite und sie gehören nicht zu diesem Projekt, werden diese in Zukunft aufgeschrieben und gesammelt. Auch wenn es sich um Ideen für andere schon geplante Projekte handelt. Ich schreibe alles auf in der zuversichtlichen Gewissheit, dass der Tag kommen wird…
(Ich benutze übrigens Evernote als Gehirn-Verlängerung und kann es jedem nur wärmstens ans Herz legen)

2. Entscheidungen treffen
Wenn ich nur an einem Projekt gleichzeitig arbeiten möchte, bedeutet das auch, dass ich die Entscheidung treffen muss, welches Projekt das zum jeweiligen Zeitpunkt ist. Und vor allem muss ich meine eigene Entscheidung akzeptieren. Wenn ich am nächsten Tag denke „Was soll das denn, Chanti? Das find ich aber doof, ich mach das jetzt anders.“, dann bringt die ganze Sache nichts.

3. Es gibt für alles eine Schublade
Das gilt nicht für Menschen, zum Glück aber sehr wohl für vieles andere. So wie ich meine Handarbeiten in zwei Kategorien (Stricken und Spinnen) einteile, so kann man es auch mit Projekten tun. Es gibt durchaus unterschiedliche Arten von Projekten, die parallel laufen können.
Es kann sinnvoll sein Projekte in 2-3 Kategorien (Schubladen) einzuteilen und somit gleichzeitig an Projekten unterschiedlicher Kategorien zu arbeiten. Wenn eine Schublade voll ist, ist sie voll. Man muss warten, bis sie wieder leer ist. Vorsicht! An der Stelle darf nicht getrickst werden. Wer jetzt einfach alles in unzählige unterschiedliche Kategorien packt und sich ins Fäustchen lacht, betrügt sich selber und steht vor allem ganz schnell wieder am Anfang.

Zum guten Schluss das Wichtigste:

4. Eines nach dem anderen
Alle drei vorherigen Regeln (das ganze System, wenn man so will) basieren auf dieser Regel, die besagt, dass immer nur an einem Projekt gleichzeitig gearbeitet wird.
Jedes Projekt aus einer Kategorie wird geplant, durchgeführt und abgeschlossen, bevor am nächsten Projekt gearbeitet wird. Diese Regel ist unumstößlich!

Klingt eigentlich ganz einfach, oder? Das Schwierigste ist, wie bei allen derartigen Systemen, dass es nur funktioniert, wenn man sich daran hält. Ich glaube, wenn man sich wie ich so leicht ablenken lässt und so schnell überreizt ist, ist es auf jeden Fall einen Versuch wert. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn einige von euch vielleicht etwas davon für sich mitnehmen und anwenden können.

Welches Projekt als erstes?

Ich kann nur für mich sprechen: Ich werde in den nächsten 3 Wochen intensiv an der Fertigstellung meines Buches arbeiten (Chacka, chacka, chacka). Es fehlt nicht mehr viel und vielleicht schaffe ich es sogar schon früher (wenn ich eben nur an einem Projekt arbeite, chacka, chacka, chacka). Dafür werde ich diese Woche noch einiges vorbereiten, damit ich mich dann auch wirklich auf dieses eine Projekt konzentrieren kann. (Dafür wird übrigens auch der Shop ab Samstag für 2 Wochen geschlossen.)

Andere Projekte, wie zum Beispiel die Planung der Tour-Kurse 2015 und der Online-Kurse  (ja, daran hab ich auch schon eine Menge gearbeitet) dürfen im Laufe der Woche Nümmerchen ziehen und sich an der Schlange anstellen.

Was meint ihr? Ist das System was für euch oder habt ihr andere bzw. eigene Strategien, die ihr im Job oder im Privatleben verwendet?

Wer sich grundsätzlich für das Thema interessiert, dem möchte ich noch einen Buchtipp mit auf den Weg geben:
„Getting Things Done“ von David Allen
Das Buch ist als gedruckte und digitale Ausgabe, sowie auch als Hörbuch erhältlich.
Ich wurde heute auf Facebook darauf aufmerksam gemacht, dass es das Buch mittlerweile auch auf Deutsch gibt:
„Wie ich Dinge geregelt kriege“

Ich persönlich habe die Audioversion auf Englisch sicher schon 5 Mal gehört und finde immer wieder etwas Neues, das ich für mich verwenden kann.

Warum zieht mein Spinnrad nicht ein?

Diese Woche gibt es noch Mal ein Video, das eine häufig gestellte Frage, vor allem von Anfängern, beantwortet. Woran kann es liegen, dass ein Spinnrad nicht einzieht.

 

Wenn der Faden beim Verzwirnen reißt…

Es passiert jedem einmal! Glaubt mir, selbst mir passiert es hin und wieder. Ich verzwirne mein Garn und plötzlich reißt einer der Fäden. Aber es gibt einen Trick, mit dessen Hilfe man den Faden wieder reparieren kann, so dass die Bruchstelle so gut wie unsichtbar wird.

Es sei gesagt, das dieser Trick besonders gut mir Wolle funktioniert, aber auch andere Fasern lassen sich wieder verbinden. Also probiert es am besten einfach aus, bevor ihr versucht die Faden zu verknoten oder übereinander zu legen, was zu einer dickeren Stelle im Garn führen kann.

Ich zeige das ganze am Spinnrad, aber es funktioniert genauso gut mit der Handspindel. Lasst euch davon also nicht abschrecken.

Ich habe noch ein paar weitere Videos zu Fehlerbehebung bzw. Hilfe bei Problemen in Arbeit. In meiner Ravelry-Gruppe gibt es auch einen Sammelthread für Videowünsche. Was für ein Video würdest du gerne sehen?

Warum dreht sich meine Spindel immer zurück?