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Weben mit dem Webrahmen Teil 8: Fransen

Diese Woche geht es um eines meiner Lieblingsthemen im Bezug zum Weben: Fransen. Schon als Kind habe ich es geliebt mit Fransen an Schals zu spielen, sie zu flechten, zu knoten und einzudrehen. Meiner Meinung nach wird das Gestalten der Fransen oft ziemlich oft unterschätzt, obwohl man an dieser Stelle noch Mal eine Menge Möglichkeiten hat und sich kreativ auslassen kann.

Deshalb zeige ich euch im Video ein paar mehr und weniger aufwendige Techniken und Anregungen, die ihr kombinieren und abwandeln könnt. So dass ihr eure Schals so gestalten könnt, dass sie zu euch passen.

Habt ein wunderbares Wochenende und ganz viel Spaß bei euren kreativen Werkeleien bis nächste Woche
eure Chanti

Hier die Links zu allen anderen Teilen der Serie:
Teil 1: Garn und Gatterkamm
Teil 2: Kette und Schußgarn berechnen
Teil 3: Kette schären
Teil 4: Aufbäumen und Einfädeln
Teil 5: Weben
Teil 6: Kanten vernähen
Teil 7: Webstück waschen
Bonus: Fransen-Varianten

(Mohair-)Locken waschen

Manchmal ist es sinnvoll die Struktur von Wolllocken oder anderen Fasern zu erhalten, um sie leichter weiter verarbeiten zu können, vor allem bei längeren Fasern wie Mohair oder Lincoln. Locken beim Waschen zu erhalten klingt aber komplizierter, als es eigentlich ist, auch wenn es ein wenig mehr Vorbereitung bedarf. Ich zeige euch im Video wie ich Locken wasche und mache damit den Anfang einer kleinen Serie zum Thema Locken am Beispiel von Mohair (Angora-Ziegen), die in den nächsten Tagen fortgesetzt wird mit zwei weiteren Videos, in denen ich die Locken zum Spinnen vorbereiten und dann aus unterschiedlichen Vorbereitungen verspinnen werde.

Ein Tipp noch: Ich habe auch die Mohair-Locken für dieses Video mit PowerScour gewaschen, wenn auch mit einer niedrigeren Konzentration. Ziegenfasern (Mohair und Kashmir) sind zwar nicht fettig, wie Wolle, dafür aber ölig. Ich wollte das Öl nicht ganz entfernen und habe daher nur wenig Waschmittel verwendet, war aber erstaunt wie braun das Wasser trotzdem wurde alleine durch den Staub, der auf den Fasern lag. Im letzten Spülgang habe ich FibreRinse verwendet, das auch antistatisch wirkt und daher das Kämmen später einfacher macht.

Viel Spaß beim Video und euch allen ein wunderbares Wochenende

eure Chanti

Weitere Videos der Serie:
Mohair-Locken vorbereiten

Kammzüge ziehen mit dem Kardiergerät

Nachdem ich euch letzte Woche gezeigt habe, wie man mit dem BlendingBoard Kammzüge herstellen kann, zeige ich diese Woche die gleiche Technik am Kardiergerät. Der Vorteil ist natürlich, dass ein Kardiergerät mehr Fasern fasst (im Schnitt ca. 50gr) und ihr mit etwas Übung und Geschick ein viel längeres Band ziehen könnt, als es mit dem BlendingBoard möglich wäre. Meiner Erfahrung nach werden die Bänder auch ein wenig gleichmäßiger.

Kammzug oder Kardenband?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Kammzug und einem Kardenband? Der Kammzug besteht aus gekämmten Fasern, die parallel orientiert sind. Beim Kämmen werden ausserdem die langen Fasern von den Kurzen getrennt, so dass im Kammzug nur die Fasern einer gewissen Länge übrig bleiben. Ein Kardenband besteht aus, in der Regel kürzeren, kardierten Fasern. Diese liegen kreuz und quer und weniger dicht beisammen.

Wenn wir also Fasern aus einem Kammzug mit einem Blending Board oder Kardiergerät verarbeiten und dann ein Band daraus ziehen, ist es per Definition weder ein Kammzug noch ein Kardenband.
Eigentlich…!Uneigentlich könnt ihr euer Produkt natürlich nennen wie ihr wollt und die Hauptsache ist, dass ihr Freude am Schaffen habt.

Nun aber viel Spaß beim Video 😀

Unterstützte Spindeln ohne Leitfaden

Nach der Veröffentlichung meines Videos über das Spinnen mit unterstützten Spindeln, haben mich einige von euch angeschrieben und gefragt, wie man denn mit Spindeln umgeht, an denen man keinen Leitfaden befestigen kann.

 

Tatsächlich habe ich die Frage im Video ein wenig ignoriert und deshalb gehe ich jetzt noch einmal separat in einem eigenen Video darauf ein. Eigentlich ist es ganz einfach, erfordert aber sicher ein wenig Übung. Der Trick ist, dass erst Mal ein Faden mit den Fingern verdreht wird, den man dann an der Spitze der Spindel befestigen kann. Dann wird der Faden ganz vorsichtig verlängert, denn wirklich fest ist das Fadenende an der Spindel noch nicht. Es hört sich ein wenig mühselig an, aber hat man es ein paar Mal gemacht, geht es ganz schnell. Ist der Faden lang genung, kann er weiter unten am Spindelschaft befestigt werden. Dabei hält man ein Ende fest und der Faden wird fest darum gewickelt, so dass sich das Ende nicht lösen kann und der Faden fest auf dem Schaft sitzt.

Hört sich einfacher an, als es aussieht, nicht wahr? Wie so oft ist Übung das beste Rezept!

Der lange Auszug

Ich habe schon öfter gehört, dass der lange Auszug vielen auch erfahreneren SpinnerInnen Probleme bereitet. Deshalb habe ich mich mit dem Thema noch einmal auseinander gesetzt und ein Video darüber gedreht.

Was ist überhaupt der lange Auszug?

Der lange Auszug ist eine (zugegeben nicht ganz einfache Technik) um Streichgarne herzustellen. Streichgarne sind weicher und wärmer als Kammgarne, weil sie mehr Luft speichern und lockerer verdreht sind. Spinnt man im langen Auszug werden die Fasern nicht Stück für Stück ausgezogen, glatt gestrichen und verdreht. Sondern es wird ein langer Faden am Stück ausgezogen und verdreht. Das braucht ein wenig mehr Übung und etwas mehr Vertrauen in das Prinzip des Dralls, aber dafür geht es auch schneller.

Vorraussetzungen

Im Video zeige ich den langen Auszug mit einer Handspindel, schlicht weg weil ich nun schon häufiger gefragt wurde, ob ich darüber auch mal ein Video machen könnte, nachdem ich den langen Auszug vor Jahren schon mal am Spinnrad gezeigt habe.
Probiert man es also mit einer Handspindel, sollte diese nicht zu schwer und vor allem schnell und langdrehend sein. Probiert man es mit einer Spindel, die wenig eigenen Schwung hat, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass man bald frustriert wieder aufgibt.

Das ganze funktioniert natürlich auch genauso, wie ich es im Video zeige, am Spinnrad. Um euch die Arbeit etwas zu erleichtern kann es sinnvoll sein, die Bremse möglichst locker einzustellen, gerade so dass der Faden ordentlich eingezogen wird. Die Übersetzung sollte schnell sein, aber nicht umbedingt die schnellste (zumindest beim Üben). Natürlich hat jeder sein individuelles Arbeitstempo und davon hängt auch die Übersetzung ab, probiert also ein wenig aus und sucht den richtigen Mittelweg.

Man kann gekämmte Fasern im langen Auszug verspinnen, aber am besten geeignet sind kardierte Fasern, die etwas 3-4 cm lang sind (will man wirklich lange Fasern im langen Auszug verspinnen, sollte man es aus der Falte versuchen – dazu werde ich in Kürze auch noch ein Video machen).  Man kann auch kürzere Fasern wie Baumwolle, Yak oder Kamel im langen Auszug verspinnen – sollte man sogar! Aber zum Üben würde ich eher Wollsorten wie Merino, Corriedale, Coburger Fuchs, Shetland oder Southdown empfehlen.

Vor- und Nachteile

Wie schon erwähnt sind im langen Auszug hergestellte Garne in der Regel wärmer und weicher, als im kurzen Auszug gesponnene. Dadurch, dass mehr Fasern abstehen, weil diese nicht glatt gestrichen werden, hat das fertige Garn auch häufig eher einen schönen Schimmer. Das ist natürlich besonders schön bei Fasern die von sich aus schon einen schönen Glanz haben. Die Technik an sich bringt es tatsächlich auch mit sich, dass in kürzerer Zeit mehr Faden produziert wird. „Großartig!“ wird sich jetzt manch einer denken. „Dann spinne ich nur noch im langen Auszug und bin viel schneller“, aber es ist halt eine Technik und jede Technik bringt ein anderes Ergebnis mit sich.

Und es gibt auch ein paar Nachteile: Streichgarne sind weniger langlebig, also nicht umbedingt die richtige Wahl für Kleidungsstücke, die langen halten sollen. Durch ihre Struktur neigen solche Garne auch eher zu „Pilling“, also zur Bildung kleiner Wollknübbelchen auf den fertigen Textilien. Spinnt man im langen Auszug sollte man sich auch mit dem Gedanken anfreunden, dass das fertige Garn niemals so gleichmäßig sein wird, wie man es von den eigenen im kurzen Auszug gesponnenen Garnen gewohnt ist. Zuletzt soll nicht unerwähnt bleiben, dass Farben in Streichgarnen meistens matter wirken, als in Kammgarnen. Darüber sollte man sich Gedanken machen, bevor man den einen wunderbaren handgefärbten Kammzug mit den tollen kräftigen Farben aus dem Schrank zieht und daraus Rolags macht, um sie im langen Auszug zu verspinnen und sich hinterher ärgert, weil die Farben einfach nicht mehr so wirken wie zuvor.

Technik

Nun aber Butter bei die Fische! Ich hatte ja schon weiter oben erwähnt, dass diese Spinntechnik häufig als schwierig empfunden wird und viele SpinnerInnen haben wirklich Respekt davor, den langen Auszug auszuprobieren. Stellt euch vor es wäre nicht besonderes, es ist einfach nur eine andere Technik!

Für das Video habe ich versucht den langen Auszug für euch runter zu brechen, in drei einzelne kleine Übungsschritte:

  1. Im „Park & Draft“ Schritt für Schritt nach hinten ausziehen, während die Drallsperre immer an der gleichen Stelle bleibt und nicht mit dem Drall den Faden entlang wandert. Wichtig ist darauf zu achten, dass der Drall nicht in die Fasern wandert, also auch mit der Faserhand (die Hand, die die Fasern hält und auszieht)
  2. Das gleiche im Flug: Während die Spindel fliegt, den Drall mit der Spindelhand (die Hand die i.d.R. die Spindel hält) sperren, mit der anderen Hand ein Stück ausziehen und den Drall hineinwandern lassen. Dabei bleibt die Spindelhand abermals immer an der gleichen Stelle! Wieder etwas ausziehen und den Drall wandern lassen usw.
  3. Mit etwas Übung (und je nachdem passiert das sogar, ohne dass ihr es merkt) kann man diese Einzelschritte miteinander zu einer fließenden Bewegung verbinden. Die Fasern werden am Stück zu einem langen Faden ausgezogen und nicht mehr in kleinen Schritten, die Spindelhand unterstützt den Faden an einer Stelle und kontrolliert den Drall, wenn es nötig ist. Im Gegensatz zu den Übungen vorher wandert der Drall konstant in den Faden und folgt quasi der Faserhand (man muss also schneller sein als der Drall!).

Das Prinzip ist eigentlich wie Fangen spielen: Der Drall läuft durch die Spindelhand den Fasern hinterher, um sie zu fangen und kurz bevor er sie fangen könnte (weil der Faden so lang geworden ist, dass man ihn nicht mehr halten kann) stellt sich die Drallsperre (der Faserhand) vor die Fasern und sagt „Ätschbätsch, Freio!“. Manchmal kann es auch sein, dass die Spindelhand wie eine Lehrerin dazwischen geht und sagt „Hey, auf dem Schulhof wird nicht so schnell gerannt!“.

(Warum ist mir dieses lustige Beispiel eigentlich erst nach dem Videodreh eingefallen?)

Video

Nun hoffe ich, dass ich euch mit dem Video und meinen Beschreibungen eine kleine Hilfestellung geben kann und ihr es ausprobiert. Wenn man es erst Mal kann, macht es riesigen Spaß! Versprochen!
Und es ist eine prima Übung für das Spinnen mit unterstützen (supported) Spindeln. Darüber werde ich nämlich in den nächsten Wochen auch noch ein Video machen 😉

Flammengarne spinnen

Flammengarne sind Spiralgarne mit dickeren und dünneren Stellen. Sie stellen mit Sicherheit eine größere Herausforderung da, als die einfachen Spiralgarne. Aber es macht irre viel Spaß es auszuprobieren.

FlammensingleSpule

Deswegen haben wir uns dieses schöne Texturgarn auch für die letzte Tour de Fleece-Challenge ausgesucht. Im Video gebe ich euch ein paar Tipps zum Spinnen der Flammen, der dickeren Stellen im Garn. Und auch beim Verzwirnen gibt es einiges worauf man achten kann, damit das Garn später besonders hübsch aussieht.

In der Ravelry-Gruppe wurden schon die ersten Versuche gemacht und die ersten Bilder gepostet. Ist es wunderschön zu sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Flammengarne aussehen.
Daneben ist auch die Idee aufgekommen, regelmäßiger solche Challenges mit Videos anzubieten. Ich würde einmal im Monat eine „Aufgabe“ stellen, euch also ein besonderes Garn vorstellen und euch Tipps dazu geben.

Was meint ihr?  Welche Garne würdet ihr gerne als Herausforderungen in Videos sehen?

Ich würde mich wie immer sehr über euer Feedback freuen.

 

Warum dreht sich meine Spindel immer zurück?

Färbemethoden, Podcasts und andere Überraschungen

Im Vlog vom 17.10.2013 gehts vor allem um Färbemethoden und warum ich bisher lieber im Topf, als mit Folie gefärbt habe. Ich erzähle euch aber auch welche Podcasts ich gerne höre und womit ich mich selber überrascht habe.

Hier die Links zu den genannten Podcasts:
Knitmoregirls http://www.knitmoregirlspodcast.com
Nevernotknitting http://nevernotknitting.blogspot.de
Spindoctor http://www.spindoctorpodcast.com/
High Fiber Diet http://thehighfiberdiet.blogspot.de/
Alle genannten Podcasts findet ihr auch bei Itunes.

Viel Spaß beim Video und habt alle einen wundervollen Tageure Chanti

Ich bin im Fernsehen! (Vlog 09.10.2013)

Im akutellen Vlog ging es mal wieder hoch her. Erst durfte ich mich freuen, weil ich fest gestellt habe, dass ich im Fernsehen war (yay!) und dann richtig ärgern, weil ich feststellen musste, dass meine Spinnvideos abgeschnitten wurden… Es ist halt immer was los 😉 Weiterlesen

Review: BlendingBoard / Kardierbrett von KuK Keramik und Kunst

BlendingBoards sind in aller Munde. Man sieht überall Rolags, wenn man sich bei Ravelry oder auf Etsy und DaWanda umschaut. Auch in den Blogs findet man viele Berichte zu BlendingBoards. Nachdem vor etwas über einem Jahr die ersten Kardierbretter, wie man sie auf deutsch nennt, in den USA aufgetaucht sind, haben immer mehr Hersteller dieses tolle Zubehör in ihr Sortiment aufgenommen. Weiterlesen

Spinnrad-Übersetzung

Auf eine Anfrage hin, habe ich noch Mal ein Video zu der Frage gemacht, welche Bedeutung die Übersetzung eines Spinnrads hat und wie diese gemessen werden kann.Viel Spass dabei

 

Spindeln aufwickeln

Da ich letzte Woche nicht daran gedacht hab oder nicht dazu gekommen bin, hole ich es jetzt nach, das neue Video noch hier im Blog zu posten. Einige von euch werden es eventuell schon gesehen haben – andere aber eben nicht. Drum hole ich dieses grobe Versäumnis nun noch nach.

Zuvor möchte ich euch gerne in ein paar Sätzen noch wissen lasse, dass es erst nächste Woche wieder ein neues Videos gibt, weil ich diese Woche keines drehen kann. Dass der Shop wieder gefüllt ist, lasse ich euch auch sehr gerne wissen, auch wenn es manche von euch sicher auch schon bemerkt haben.
Vor allem gibt es einen Handspindel-Workshop für Fortgeschrittene am 17.03.2013, vielleicht ist das was für einen von euch. Bis lang gab es noch keine Buchungen, wenn die Nachfrage für Anfängerworkshop zur Zeit höher ist, würde ich den wohl „umwandeln“.

Färben mit Säurefarben: Teil 3

Nachdem wir die Grundlagen gelernt und auch schon mit Hilfe der Mikrowelle angewandt haben, gehts nun an den Herd. Mit Säurefarben im Topf zu färben ist super einfach und macht enorm viel Spass.

Am besten ist, man tastet sich langsam heran, indem man erst Mal einfarbig färbt (wie in diesem Video) und später mit mehr Farben arbeitet (wie im Video nächste Woche).

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=U1lxEFHJJ4w]

Hier gehts zum letzten Teil: Färben mit Säurefarben: Teil 4

Färben mit Säurefarben

In den folgenden vier Videos möchte ich mit euch einiges zum Thema ¨Färben mit Säurefarben¨ teilen. Jede Woche wird es ein Video geben, das einen anderen Bereich abdeckt:

Teil 1: Die Basics
Teil 2: Färben in der Mikrowelle
Teil 3: Färben im Topf mit einer Farbe
Teil 4: Färben im Topf mit mehreren Farben

In dieser Einleitung erzähle ich euch nun etwas zu Säurefarben im Allgemeinen, den Materialien, die ihr darüber hinaus zum Färben brauchen könnte und die ersten Schritte.
Ich hoffe ihr habt viel Spass dabei und lasst es mich wissen, wenn ihr Fragen habt.