Rohwolle waschen wie früher (mit modernen Hilfsmitteln)

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich nun mit der Wollverarbeitung im 18. und 19. Jhd. Dieses Jahr hat meine Neugierde gesiegt und ich habe die verschiedenen Beschreibungen in alten Büchern selbst ausprobiert. Im Video stelle ich euch meine Experimente vor und erkläre euch genau welche Erkenntnisse ich daraus gewonnen habe. Im Folgenden findet ihr außerdem eine Liste der Bücher, die die Grundlage meiner Experimente waren und eine kurze Beschreibung, der Methode, die ich daraus zusammen gestellt habe.

Quellenliste

Nachricht von denen Manufacturen derer Tücher und anderer wollener Zeuge, waltherische Hofbuchhandlung, 1765

Die Tuchermacherkunst vornehmlich in feinen Tüchern, Daniel Gottfried Schreber, 1766

Über Merino-Schafzucht, Johann Philipp Wagner, 1828

Über Kammwolle, Kammgarn-Spinnerei und kammwollene Zeuge, Dr. von Reden, 1834

Vollständiges Lexikon der Waarenkunde, Albert Franz Löcher, 1843

Das Schaf: Seine Wollen, Racen, Züchtung, Ernährung und Benutzung des Schafes, Dr. Georg May, 1868

Ausserdem: Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern (Band 1), Hugo Blümner, 1875

Unter https://chantimanou.de/bibliographie/ findet ihr noch viele weitere alte und sehr interessante Bücher.

Die Methode

1. Wolle sortieren und auflockern

Das Sortieren der Rohwolle habe ich in einem separaten Video gezeigt und besprochen https://chantimanou.de/rohwolle-sortieren/

Damit das Waschwasser gut zwischen die Fasern kommt und das Fett auflösen kann, sollte die Wolle schon vor dem Waschen so gut wie möglich aufgelockert werden.

2. Waschen mit Pottasche

Die Wolle wird in heißem Wasser mit Pottasche (Kaliumcarbonat) eingeweicht, um das Fett zu „schmelzen“(Pottasche wird in den Quellen nur als Alternative zu Urin genannt, aber ich habe es für die beschriebene Methode verwendet und gute Erfahrungen gemacht).

Dazu wird das Wasser auf 50-65°C erhitzt und dann werden 30g Pottasche pro Liter Wasser hinzugegeben.

Dann kann die aufgelockerte Wolle hinzu gegeben werden. Etwa 100gr auf 1,5 Liter Wasser sind möglich. Die Wolle sollte sich im Wasser so frei wie möglich bewegen können. Also lieber weniger Wolle, als zu viel.

Die Wolle sollte zumindest 7-8 Minuten einweichen, wobei die Temperatur gleich bleiben sollte. Zwischendurch ruhig ganz vorsichtig wenig wenden, damit das Wasser überall hinkommt.

3. Wolle abkühlen lassen

Die Wolle wird aus dem Waschwasser heraus geholt und zum Abtropfen und Abkühlen zum Beispiel in ein Sieb oder einen löchrigen Korb gelegt. Die Wolle sollte ein wenig abkühlen, aber nicht zu kalt werden. Länger als 10 Minuten sollte man sie nicht stehen lassen, da das Fett sonst wieder hart wird und nicht entfernt werden kann.

4. Abspülen

Ist die Wolle ein wenig abgekühlt, kann der Fettfilm auf den Fasern mit fließendem (!) kaltem Wasser abgespült werden. Vorsicht, die Fasern sollten dabei nicht zu viel geknetet werden. Man muss nur vorsichtig dafür sorgen, dass das Wasser überall hinkommt, um das aufgelöste Fett herunter zu waschen. Sobald das geschehen ist, sollte man aufhören, damit man die Fasern nicht verfilzen.

Diesen Schritt muss man wahrscheinlich ein wenig üben, damit man ein Gefühl dafür bekommt. Mein Tipp: Erst Mal mit gröberer Wolle ausprobieren, die nicht so leicht filzt und dann erst mit feineren Wollsorten.

5. Wolle zum Trocknen auslegen

Die ausgespülte Wolle kann dann zum Trocknen ausgelegt werden. In Netzen oder zumindest ordentlich ausgebreitet trocknet Wolle am besten und schnellsten. Ich spüle die Wolle vorher in einer Standschleuder aus, um den Trocknungsprozess noch zu beschleunigen und zupfe sie dann noch vorsichtig etwas auseinander, damit sie möglichst luftig liegt.

Tipp: Ich benutze Trocknungsgestelle, die eigentlich für Pflanzen bzw. Erntegut bestimmt sind. Meines ist von Lighthouse, es gibt aber auch noch andere Marken (Suchbegriff: DryNet oder DryingRack)

Wiederholen

Das Waschwasser kann wiederverwendet werden, ohne dass etwas hinzugegeben werden muss – in meiner Erfahrung zumindest 5-6 Mal – je nach Topfgröße kann man so locker 2kg im gleichen Bad waschen. Es kann aber Sinn machen das Bad hin und wieder mit einer Wasser-Pottasche Mischung aufzufüllen, wenn der Topf leerer wird. Aber davon abgesehen, wird das Bad nur besser, weil das darin zurück gebliebene Fett, die Wachwirkung der Pottasche noch verstärkt – man muss sich allerdings erst Mal daran gewöhnen. Es ist ungewohnt und fühlt sich kontraintuitiv an, die Wolle in so ein dunkles, dreckiges Bad zu legen, um sie zu waschen. Aber es funktioniert!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Ich bin total begeistert von dieser Methode und werde meine Wolle nur noch so waschen. Ich bin gespannt, was ihr zu berichten habt. Könnt ihr euch vorstellen eure Wolle so zu waschen? Vielleicht verwendet ihr ohnehin schon eine ähnliche Technik? Oder verzichtet ganz darauf die Wolle zu entfetten? Schreibt gerne einen Kommentar, ich bin gespannt auf euer Feedback.

Wenn euch meine Videos gefallen und ihr gerne einen Einblick hinter die Kulissen und anderen Boni erhalten möchtet, würde ich mich freuen, wenn ihr Teil meiner Mitglieder-Community werden würdet. Weitere Infos dazu findet ihr unter https://chantimanou.de/mitgliederbereich/.

24 Kommentare zu “Rohwolle waschen wie früher (mit modernen Hilfsmitteln)

  1. Danke für diesen tollen Beitrag! Ich bin richtig „angefixt“, es auch mal auszuprobieren.
    Wie stark wird denn die Wolle bei dieser Art des Waschens entfettet? Kann man das gar irgendwie „steuern“?
    Die Trocknungsgestelle findet man auch unter dem deutschen Stichwort „Trockennetz“ :-).

  2. Noch eine Frage: Nicht jeder hat die Möglichkeit, die Wolle draußen auszuspülen. Hättest du Bedenken, dass der Abfluss durch das ausgespülte Fett verstopft, wenn man das in der Badewanne tut?

    • Liebe Birgit,

      ganz lieben Dank für deinen Beitrag. So richtig steuern kann man das bei keiner Methode, weil es vor allem vom Fettgehalte der Wolle abhängt, wie viel sich tatsächlich auflösen lässt.
      Theoretisch kann man aber mit der Zeit, die die Wolle im Topf liegt, und der Temperatur, durchaus Einfluss nehmen.
      Allerdings sind dem Grenzen gesetzt. Grundsätzlich braucht das Fett etwas Zeit um sich aufzulösen, aber trotzdem sollte man die Wolle nicht zum Beispiel nicht eine Stunde lang im Topf lassen. Um stark fettige Wolle zu waschen, kann es Sinn machen die Temperatur etwas zu erhöhen, aber zu hoch sollte sie auch nicht sein.
      Das kann man natürlich auch umgekehrt anwenden.

      Ich hoffe das beantwortet deine Frage.
      Ganz liebe Grüße
      Chanti

    • Bei kleinen Mengen sollte das kein Problem sein. Ich habe meine Wolle über Jahre drinnen gewaschen. Allerdings habe ich tatsächlich schon häufig im Hinterkopf gehabt, dass das bei den Mengen, die ich mitunter wasche (sicher 4-5kg pro Jahr) wahrscheinlich nicht so toll ist für die Rohre.

  3. Katja Lührs

    Das mit dem Badewannenabfluss würde mich auch interessieren.
    Aber ich bin auch angefixt. Ich muss mir noch Zubehör kaufen und Pottasche.

  4. Susanne Bojanowski

    Was für ein inspirierendes Video!
    Nach dem ich meine letzte, mühsam gewaschene Gotlandschaf Rohwolle aus Zeitmangel zu lange habe liegen lassen und sie leider leider ein Festmahl der Motten wurde, hatte ich mir eigentlich geschworen, nur noch fertige Kammzüge zu kaufen und zu verarbeiten. Aber jetzt… habe ich doch wieder Lust bekommen!
    Vielen lieben Dank für deine tollen Videos!
    Deine VLogs liebe ich übrigens auch total!
    Höre und sehe ich unglaublich gerne beim Handarbeiten. Finde mich in vielem wieder… 😏

    • Liebe Susanne, vielen lieben Dank für dein nettes Feedback. Es freut mich, dass dich das Video motiviert hat wieder selbst zu waschen. Ich bin gespannt. Ganz liebe Grüße
      Chanti

  5. Vielen, vielen Dank für das Video. Ich habe schon lange darauf gewartet, seit du erwähnt hast, dass du mit Pottasche Wolle gewaschen hast. Ich habe von einer Freundin ca 5 kilo Shetlandwolle bekommen, die gewaschen werden müssen… Davor habe ich mich echt ein bisschen gegraust. Jetzt freue ich mich total aufs Ausprobieren.
    Heike Rau

  6. Birgit Laser

    Liebe Chanti,
    vielen Dank für deine schnellen Antworten! Ich hab schon wieder eine Frage ;-): Hast du spaßeshalber mal den pH-Wert gemessen? Oder hast vielleicht bei einer „Wiederholungs-Tat“ die Möglichkeit?

    Der Hintergrund meiner Frage ist folgender: Wie schon geschrieben, bin ich richtig „angefixt“ von deinem Video. Pottasche ist zwar bestellt, aber noch nicht geliefert, und so habe ich ein bisschen recherchiert um herauszufinden, wie man Pottasche herstellt. Das scheint gar nicht schwer, und so habe ich gestern Abend schon mal 200 g Holzasche in 2 Litern (Regen-) Wasser gestreut und 12 Stunden stehen lassen. Heute dann durch einen Kaffeefilter abgeseiht und die Holzasche nochmals mit 2 Litern Regenwasser aufgefüllt und wieder nach 12 Stunden abgeseiht. Nach nochmaligem Überlegen erschien mir dann aber die Kocherei zu aufwändig (man muss alles so lange kochen, bis nur noch ein weißes Pulver übrig ist…), und ich habe nochmals im Internet recherchiert, ob man nicht auch einfach die „Aschelösung“ direkt benutzen kann. Immerhin würde ich ja das übriggebliebene Pulver (Pottasche) sowieso wieder mit Wasser anrühren…
    Auch hier bin ich fündig geworden – es scheint tatsächlich zu gehen. ABER man soll den pH-Wert beachten, damit das Ganze nicht allzu alkalisch ist. Hm… also nun auch noch pH-Teststreifen bestellt und immer noch keine Wolle gewaschen…
    So dachte ich, in der Zwischenzeit schreibe ich der lieben Chanti einfach nochmal und löchere sie mit Fragen :-)).

    P.S.: Ich wusste nicht genau, ob es angebracht ist, die Links mit zu posten. Auf Wunsch hole ich das aber sehr gern nach.

    • Hallo liebe Birgit,

      ganz lieben Dank für deinen Kommentar. Tatsächlich hab ich den PH-Wert gemessen, aber ich glaube meine Streifen reichen nicht wirklich aus.
      Die messen nur bis zu einem PH-Wert von 9. Der ist aber schon erreicht, wenn man zum Beispiel 50g Pottasche auf 15 Liter Wasser gibt. Wenn ich da aber 500g Wolle rein tue reichen die 50g Pottasche nicht aus. Gibt man noch 400g Pottasche dazu, funktioniert es durchaus. Man kann sich also entweder nicht nur am PH-Wert orientieren oder aber man muss einen noch höheren PH-Wert erreichen.

      Ich hoffe das hilft ein wenig und beantwortet deine Frage.

      Liebe Grüße
      Chanti

  7. Hallo, Chanti!

    Vielen tausend Dank für diese Anleitung!
    Ich hab’s ausprobiert und es funktioniert wirklich absolut genial!
    Du erwähnst im Video, dass die Wolle im Anschluss noch geölt wird, was mir auch wirklich nötig erscheint, denn sie saugt schon das Fett ganz gierig von den Händen ab 😃

    Ich weiß, dass Du zu einem späteren Zeitpunkt dazu noch mehr sagen möchtest aber hast Du vielleicht so im Vorfeld schon nen kleinen Tipp für mich? Ich bin doch so ein fürchterliche ungeduldiger Mensch, wenn ich gewaschene Wolle hier liegen hab 😃😃

    Und ich muss auch noch ganz doll Danke sagen, für all die tausend Sachen, die Du mir beigebracht hast! Ohne Dich wäre Spinnen wahrscheinlich nie zu einer Leidenschaft für mich geworden 😉

    Liebe Grüße

    Nicole

  8. Ursula Uhl

    Hi Chanty,

    erstmal mein Kompliment für den wundervollen fröhlichen Blog. Es macht Freude, die Videos zu sehen.

    Vor einem Jahr habe ich auf einem Workshop das spinnen mit der Handspindel gelernt (einfach, weil ich das schon immer können wollte) und dachte nicht, was das alles nach sich ziehen würde…. Inzwischen bin ich stolze Besitzerin von drei Vliesen. Ein Texelschaf hatte ich ganz ahnungslos im Internet gekauft, und dann bekam ich unvorhergesehen noch zwei Vliese geschenkt, die haben ganz lange Zotteln (bis 20 cm, ich weiß nicht, was das für eine Rasse ist) – ich find sie wunderschön – und teilweise viel Stichelhaar. Aber damit ist auch eine schöne melierte Farbe, die ins rotbraune spielt, verbunden, gestrickt hat es eine lebhafte Oberfläche, die mir gefällt. Und natürlich: die Härchen pieksen auf der Haut, aber ich liebe diese Wolle dennoch. Die ersten Socken meines Lebens (mit 61) habe ich daraus gestrickt. Am Anfang habe ich aus der Flocke gesponnen, jetzt gerade einen Hero gekauft und die ersten Kardenbänder gemacht – ich bin gespannt, wie es sich spinnen wird. Beim anfangs probierten Kämmen kamen alle Stichelhaare heraus und machten viel Dreck, aber es blieb kaum Wolle übrig. Vielleicht probiere ich es aber nocheinmal, denn Kammgarn ist sehr schön. Am Anfang kann man eine Menge falsch machen. Und die Vliese sind auch in sich ganz unterschiedlich.

    Großartig, um endlich zum Eigentlichen zu kommen, ist deine neue Waschanleitung mit Pottasche!!! Nie wieder wasche ich anders. Am Anfang war mir das waschen ein Graus, jetzt ist es so was von entspannt. Danke! Und umweltfreundlicher gehts nicht. Die Brühe ist immer beeindruckend, optisch und auch für die Nase. Aber es ist einfach die bessere Methode.

    Herzliche Grüße

    Ulla

    • Hallo liebe Ulla,

      ganz lieben Dank für deinen Kommentar und deinen Bericht. Es freut mich sehr, dass dir die Waschmethode gefällt.
      Ich finde es sehr spannend und schön Berichte von Zuschauern zu lesen, die gut mit der Pottasche-Methode zurecht kommen. Da hat sich die ganze Recherche und das Ausprobieren und Testen gleich doppelt gelohnt.

      Herzliche Grüße
      Chanti

  9. Liebe Chanti,
    Ein tolles Video und ich kann kaum abwarten, dass es wärmer wird und die Schur und damit der Waschspaßo beginnt! Kannst du noch erwähnen, in welchem Verhältnis Urin zugesetzt werden müsste? Ich finde das nämlich super interessant, immerhin wird Urin ja auch vielen Hautpflegemitteln zugesetzt. Und man könnte plastikfrei agieren…. die Brühe riecht ja so oder so schon „spannend“ 😉
    Liebe Grüße,
    Uschi

  10. Rebekka Büschlen

    Vielen Dank für interressante Video . Ich hätte eine Frage zur Entsorgung des Rest Wassers, Wie machst Du das ? Einfach die Spüle runter oder raus in den Garten . Auf einem Beilage Blatt vom Natriumcarbonat habe ich gelesen das das Restwasser in eine amtliche Stelle zurückgebracht werden muss . Herzliche grüsse Rebekka

    • Hallo Rebekka,
      danke für die super interessante Frage. Das stimmt, Natriumcarbonat wird als Gefahrenstoff eingestuft. Kaliumcarbonat nicht. (https://www.gischem.de/suche/index.htm). Tatsächlich kann man Pottasche auch unaufgelöst prima im Garten verwenden, um zum Beispiel saure Böden zu neutralisieren. Das ausgediente Waschwasser kippe ich tatsächlich in den Garten – die Nährstoffe im Wollfett mögen viele Pflanzen als Dünger. Andererseits bildet sich bei dem Waschprozess im Prinzip eine Seife, das mögen natürlich nicht alle Pflanzen. Ich hoffe das hilft weiter. Ganz liebe GrüßeChanti

  11. Herrmann Nela

    Vielen Dank für das tolle Video! Ja, auch ich wollte wegen dem hohen Wasserverbrauch Wolle nie mehr selber waschen. Nun habe ich mir wieder je 500gr. Nordlander, Reyland und Rouge de l’Ouest besorgt. Diesmal war ich großzügiger beim Aussortieren (was mir sehr schwer gefallen ist ) und nun versuche ich die alte „neue“ Methode. Was ich mich allerdings Frage ist: hat man früher aus der Not heraus im kalten Fluß gewaschen oder ist es ein absolutes muss um den Prozess abzuschließen? Hast du oder jemand den du kennst es schon mal mit warmen Wasser probiert? Ich gebe zu, dass ich etwas besorgt bin, nicht einmal wegen dem kalten Wasser, eher deswegen, dass ich die Wolle zuviel bewege. Evtl. ist das Risiko bei warmen Wasser geringer?

    • Hallo liebe Nela, danke für deinen Kommentar. Das ist eine fantastische Frage.
      Ich denke es ist eine Mischung. Das klare Flusswasser war da und es musste nicht noch extra Wasser zum Auspülen erwärmt werden. Darüber hinaus funktioniert es!
      Aber ich denke es sollte genauso gut mit erwärmtem Wasser funktionieren. Wenn man das Wasser auf die gleiche Temperatur erhitzt, wie das Waschwasser, sollte man die Wolle allerdings nicht abkühlen lassen, denke ich. Ausprobiert habe ich es noch nicht, daher sind das natürlich auch nur Vermutungen.
      Ich hoffe das beantwortet deine Frage. Viel Spaß beim Ausprobieren und herzliche Grüße, Chanti

  12. Carola Kroll

    Hallo Chanti,
    ich habe das jetzt mal probiert.
    Wasser erhitzen, Pottasche rein, 100 g auf 1,5 l Wasser finde ich schon ganz sportlich, ich habe dann weniger genommen, so ca. 70-75 g oder 100 g auf 2 l. Rausholen und abkühlen bei 35 Grad in der Sonne war auch o.k. Ging relativ schnell. Abspülen mit kaltem/kühlem Wasser in der Sommerhitze ist angenehm. Was ich aber bei mir nicht so schön finde, sind die gelblichen Fettansammlungen, die ich auch mit dem Wasser nicht abgespült bekomme.
    Hast du irgendeinen Tipp für mich wie ich das verhindern kann? Getrocknet ist das auch nicht schön.
    Hilft es, alle Fasern extrem auseinanderzuzupfen? Höhere Temperatur, evtl. mehr Pottasche pro Liter? Ansonsten sind die Fasern gut entfettet.

    • Hallo liebe Carola,

      das klingt nach kristallisiertem Fett. Das passiert, wenn vor dem Waschen die Wolle zu lange liegt bzw. zu viel Luft an das Fett kommt. In der Regel kriegt man diese Klümpchen leider nicht mehr raus. Sorry!
      Es hilft die Wolle vorher immer gut eingepackt zu lagern und so bald wie möglich zu wachen.

      Ich hoffe das hilft dir zumindest für zukünftige Projekte.
      Ganz herzliche Grüße
      Chanti

  13. Lena Kozik

    Hallo liebe Chanti,

    ich bin neu im Wolle-Game und deshalb unglaublich dankbar für deine tollen Inhalte!
    In einigen Quellen habe ich gelesen, dass Pottasche auch als Beize (oder Farbverstärker) genutzt wird.

    Deshalb meine Frage: Beizt du mit Pottasche gewaschene Wolle nochmal vor dem Färben (in meinem Fall mit Pflanzenfarben) oder denkst du dass man diesen Schritt eventuell weglassen könnte?

    Ich hab auf jeden Fall Lust das mal zu testen und zu schauen ob sich die Farbe eventuell sogar ändert/intensiver färbt.

    Liebe Grüße, Lena

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