Tipps zum Spinnrad-Kauf

Immer wieder werde ich gefragt, welche Spinnräder ich für Anfänger empfehle oder gar welches das beste Anfänger-Spinnrad ist. Diese Frage ist allerdings nicht einfach und vor allem nicht eindeutig zu beantworten. Bei der Suche nach dem eigenen Spinnrad kann man sich aber einige Fragen stellen, die die Auswahl erleichtern können. Diese Fragen und ein paar Tipps habe ich für euch in einem umfangreichen Video (über 30 Min.!!!!) zusammengefasst, quasi ein Mini-Kurs zum Thema Spinnrad-Kauf.

5 Tipps zum Spinnrad-Kauf

 

Die wichtigsten Tipps im Überblick:

  • Probiere so viele Spinnräder aus wie möglich (z.B. in Spinngruppen, bei Festivals oder bei Händlern).
  • Schau dir die Internetseiten verschiedener Hersteller an, bevor du in Shops auf die Suche gehst (unten findest du eine Liste von Spinnrad-Herstellern)! So erhältst du einen besseren Überblick was es alles gibt.
  • Setze dir ein Preis-Limit und bleib dabei (Teurer ist nicht immer besser! Dein Rad muss vor allem zu dir passen)
  • Suche nach Spinnrädern, die dir auch optisch gefallen. Es gibt große Unterschiede im Design!
  • Ganz wichtig: vergleiche verschiedene Funktionsweisen (im Video ausführlich erklärt) und versuche heraus zu finden, was dir wichtig ist und was zu dir passt.
    • Einfädig- oder zweifädig
    • Spulenbremse (Scotch Tension) oder Flügelbremse (English Tension) (Korrektur: Im Video sage ich Irish Tension zur Flügelbremse, das ist FALSCH. Irish Tension beschreibt ein zweifädiges Spinnrad, die Flügelbremse wird English Tension genannt! Bitte entschuldigt.)
    • Übersetzungen
    • Ein Pedal oder zwei Pedale (Doppeltritt)
    • ERGÄNZUNG: Nicht erwähnt habe ich im Video, die Größe des Einzuglochs (Englisch: Orifice). Auch die hat einen Einfluss darauf, welche sich Garne sich damit spinnen lassen. Für dicke Garne und ArtYarns wird eine große Öffnung benötigt, während es bei manchen Rädern sogar die Möglichkeit gibt das Einzugsloch mit einem zusätzlichen Stück Kunstoff für besonders feine Garne zu verkleinern. (Danke an Bianca für ihren Kommentar auf YouTube!)
  • Zusatz-Tipp für Listen-Liebhaber: Mache dir eine Liste der Kriterien, die dir besonders wichtig sind (z.B. modernes Design, Preis unter…, Spulenbremse, Doppeltritt usw.). Schaue dir dann Räder auf den Seiten der Hersteller an und erstelle eine grobe Auswahl von Spinnrädern, die eine oder mehrere deiner Kriterien erfüllen. Schreibe diese Spinnräder mit auf die Liste und verleihe den Rädern Punkte pro Kategorie (z.B. 5 Punkte für Preis, 10 Punkte für Design, 10 Punkte Bremse usw.). Am Ende kannst du die Punkte zusammen rechnen und sehen, welche Spinnräder nach deinen Kriterien besonders gut abschneiden.
  • Und noch ein Zusatz-Tipp, den ich im Video nicht erwähnt habe: Für manche Spinnräder gibt es mehr Zubehör, als für andere. Zubehör (wie Schnellspinnwirtel, größere Spulen, aufsteckbare Haspeln etc.), können ein Spinnrad natürlich enorm aufwerten. Somit kann das für den ein oder anderen von euch vielleicht noch ein weiteres Kriterium sein.

Spinnrad-Hersteller:

Ich habe nur Hersteller mit aufgenommen, deren Räder meines Wissens zur Zeit in Deutschland erhältlich sind. Natürlich gibt es noch weitere Marken und Spinnrad-Bauer darüber hinaus, die aber nur im Ausland verkaufen.

Wenn euch Marken bzw. Hersteller einfallen, die ich mit in die Liste aufnehmen sollte, dann lasst es mich wissen, indem ihr einen Kommentar hinterlasst.

Louet (Holland)
Kromski (Polen)
Ashford (Neuseeland)
Majacraft (Neuseeland)
Spinolution (USA)
Schacht (USA)
Lendrum (Canada)
Woolmakers (Holland)
Henkys (Handgemachte Spinnräder, Deutschland)
Tom Walther (Handgemachte Spinnräder, Deutschland)
von Schwarzenstein (Handgemachte Spinnräder, Deutschland)
Matthias Paulitz / Inspiration Holz (Handgemachte Spinnräder, Deutschland)
Merino-Spinnrad (Wollknoll Eigenmarke, Deutschland)
Webstuhl Manufaktur Rusi Künzl (Eigenmarke, Deutschland)
Kircher (Deutschland)

Ausserdem gibt es gebraucht hin und wieder Räder, der folgenden „Marken“, die nicht mehr hergestellt werden:
Humanus-Haus (Schweiz, ich bin nicht sicher ob dort noch Spinnräder gebaut werden)
Schippertje (eher eine Bauart / keine Marke, Holland)
Richard Wernekinck / Delft / Rotterdam (Holland)
Vaarpapuu (Finnland)

Spinnrad-Händler:

Hier zur Übersicht noch eine kleine Liste von Spinnrad-Händlern. Auch diese ist sicher nicht vollständig! Aber sie bietet manchem vielleicht einen ersten Schritt auf der Suche. Ausserdem habe ich in Klammern hinzugefügt, welche Marken in den entsprechenden Shops angeboten werden.

Das Wollschaf (Ashford, Kromski, Spinolution / verleiht auch Spinnräder gegen Kaution zum Ausprobieren).
Die Wollfabrik (Ashford, Louet, Majacraft)
Wollknoll (Ashford, Louet, Eigenmarke)
Flinkhand (Ashford, Kromski)
Heimatwolle (Ashford)
Knitart
 (Majacraft, Ashford, Schacht, Louet, Kromski und auch gebrauchte aufbereitete Räder)
Wollinchen (Schacht, Majacraft, Kromski, Ashford)
Kette und Schuss (Louet, Ashford)
Webstuhl Manufaktur Rudi Künzl (Eigenmarke, Louet, Majacraft)
Wolle Traub (es gibt Gerüchte, dass Wolle Traub geschlossen ist. Genaueres kann ich dazu leider nicht sagen. Der Shop ist online und es gibt keinerlei offizielle Info dazu. Marken: Ashford, Schacht, Lendrum)

In den folgenden Shops werden nur die eigenen Spinnräder der Hersteller angeboten bzw. vorgestellt (handgearbeitete Spinnräder werden in der Regel auf Bestellung angefertigt):
Woolmakers
Henkys
Tom Walther
von Schwarzenstein
Matthias Paulitz / Inspiration Holz
Kircher

Was ist euch bei einem Spinnrad wichtig?

Wie habt ihr euer erstes Spinnrad ausgesucht?

22 Kommentare

  1. 1
    Cara says:

    Ich habe das Video noch nicht gesehen, aber ich hatte 2 Spinnräder, die am Ende noch in meiner Auswahl übrig waren. Das Kromski Fantasia und das Ashford Kiwi. Beide lagen in meinem Preislimit. Ich habe einfach beim Wollschaf angerufen und habe dort eine kompetente Beratung bekommen. Ich habe mich für das Kiwi entschieden, weil mir die Spulenhalterung vorne und hinten stabiler erschien als beim Kromski, wo die Spule nur irgendwie auf einer Seite einen Halt hat. Ich bin mit meinem Rädchen voll zufrieden und habe jede Überlegung, mir ein zweites zuzulegen, nach einigem Träumen immer wieder abgehakt.
    und nun schaue ich das Video,ich bin gespannt, was ich diesmal noch nicht weiß 🙂

    Grüße aus Oberfranken von Cara

  2. 2
    Iris says:

    Ich habe mein erstes Spinnrad vor allem nach dem Preis ausgesucht, der im eher niedrigen zweistelligen Bereich bleiben musste. Für 50€ habe ich also einen uralten kleinen Bock aus einem bekannten Auktionshaus bekommen…
    Es hat die üblichen Nachteile alTermin Räder, ich musste es etwas instand setrennen, Ersatzteile selbst schnitzen, aber es spinnt, und ich kann damit bisher alles machen, was ich möchte.
    Es passt gut ins Auto und kann daher mit auf Treffen fahren, und hat einen ganz eigenen Charakter.
    Ich würde es immer wieder kaufen!

  3. 3
    Cara says:

    jaha, das ist ein langes Video. Und tatsächlich habe ich noch was gelernt über den Unterschied zwischen einfädig und zweifädig. Danke!
    Was vielleicht noch wichtig für Flohmarkträder oder Dachbodenfunde ist: die meisten haben nur eine Spule. Gerade bei den alten Dingern ist es dann nicht einfach, an neue Spulen heranzukommen und was mache ich, wenn die Spule voll ist? Ich habe irgendwann bei ebay Kleinanzeigen eines gesehen, wo tatsächlich noch 3 Spulen extra dranhingen. Da ist mir das als erstes aufgefallen und seitdem achte ich bei solchen Anzeigen darauf. Auch wenn ich keines mehr kaufen möchte, gucken kann man ja schließlich mal.
    Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende 😉
    Liebe Grüße Cara

    • 3.1
      Angela says:

      Liebe Cara,
      da hast du wahrscheinlich meins gesehen.
      Die Spulen und Halterung u.v.m. habe ich nachträglich machen lassen.
      Verkauft ist es noch nicht, was nicht schlimm ist .
      🙂
      Herzliche Grüße
      Angela

  4. 4
    Deborah9 says:

    Mein erstes Spinnrad hab ich nach Bauchgefühl gekauft. Gesehen, verliebt, gekauft. Ausschlaggebend war des Weiteren der Preis und das Aussehen, weil das Schippertje herrlich nostalgisch auf eine Insel passt. Es sollte zum Lernen dienen, bis die bestellte Anna/Walther irgendwann kommen wird.
    Inzwischen bin ich äusserst verwöhnt durch das Schippertje: schnelle Einstellbarkeit, leichter und flotter Spulenwechsel, geräuscharm, noch ausreichendes Fassungsvermögen, pflegeleicht. Manko: kein Reiserad. Absolutes Pro: Sensibel ohne empfindlich zu sein…es zeigt einem genau, was es will und was nicht.

    Aus dieser Lernzeit heraus hat sich dann entwickelt, warum ich die lange Wartezeit für eine Anna mit Vario Switch auf mich nehme: die Anna kann in dieser Zuammenstellung alles, was das Schippertje hat und zusätzlich: Wechselmöglichkeit zwischen ein- und zweifädigem Antrieb, mehr Übersetzungen, scotch tension, größere Spulen, kleines Packformat und -gewicht(bordtauglich),Ölfreiheit, Spulenwechsel auf Klick, moderne Form und passenden Wohnzimmerstil, integrierte Kate, geringe Einzugshöhe.

    Es ist erstaunlich, als wie prägend ich das erste Rad empfinde.
    Daraus wäre meine zweite Wahl ein Little Gem oder ein Sidekick. Körpergröße, Sitzzwerg und beide Beine in Aktion sind wesentliche Kriterien für ein Rad für mich.

    Dein Video hat mir eimal mehr bestätigt, dass ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen kann. Neu und interessant war für mich, was sich ergeben kann aus Spulen, die an beiden Seiten verschiedene Rillenumfänge haben.
    Tolles und hilfreiches Video… super *Daumen hoch*

  5. 5
    karina says:

    Mein erstes Spinnrad habe ich mir über eine Annonce gekauft, weil es in meiner Gegend keine guten Angebote gab. Ich hatte noch nie vorher an einem Spinnrad gesessen, wusste also nicht worauf es ankommt. Ich fand schwierig, aus der Entfernung zu erkennen, ob es sich um ein gebrauchsfähiges Spinnrad handelt, oder nur um ein Deko-Objekt, also ein Spinnrad aus einer heimischen Drechselwerkstatt ohne Funktion. Ein neues Spinnrad war mir zu teuer, ich wußte ja nicht, ob das mit dem Spinnen überhaupt was wird.
    Bis ich auf ein tolles Angebot stieß, bei dem ich sofort das Gefühl hatte: das ist es. Ich habe den Verkäufer zum Versand überredet, und die ,,Katze im Sack“ gekauft, Spinnrad, Kardiermaschine und diverses Kleinzubehör samt einer ganzen Ladung Wolle. Es handelt sich um ein Hammerrad von Moswolt.
    Ich bin damit von Anfang an sehr gut zurechtgekommen. Mittlerweile habe ich noch ein kleines, traditionelles Spinnrad und eine ,,Ziege“, ich glaube es heißt ,,Staphorst“.
    Mein Lieblingsrad ist aber das Moswolt. Es ist einfädig, hat eine große Spule, läuft superleicht, ist recht hoch einzustellen (Vorteil wenn man etwas größer ist), steht sehr stabil und macht richtig Spaß.

  6. 6
    Natascha says:

    Tolles und sehr umfangreiches Video über den Kauf von Spinnrädern. Ich hatte für mein erstes Spinnrad folgende Kriterien aufgestellt:
    1. Design: Ich wollte ein traditionell aussehendes Spinnrad, welches diesen typischen „Märchen-Look“ hat, wie man es aus Märchenfilmen kennt. Hierbei war mir eine Ziege minimal lieber als ein Bock.
    2. Zweifädig: Ich konnte mir ein zweifädiges Rad eher vorstellen als ein einfädiges, weil man bei 2fädigen nicht so viel mit Spule- oder Flügelbremse herumspielen müsste bis man endlich die richtige Spannung hat (Ist natürlich Geschmacksache). Bei 2fädigen Rädern muss man ’nur‘ die Entfernung zw. Spinnflügel und Rad verstellen, damit der Antriebsfaden nicht zu locker oder zu fest ist.
    3. Pedal: Ich bevorzug(t)e einen Einfachtritt, da ich es mir wegen meiner Haltung besser vorstellen konnte.
    4. Spulen und Lazy-Kate: Das Spinnrad sollte natürlich mehrere Spulen und natürlich eine Lazy-Kate haben, da es schlichthin beim verzwirnen einfacher ist, und man nicht immer Knäule wickeln muss.
    5. und letzter Punkt: Preis; es sollte nicht unbedingt mehr als 500 € kosten, da mein Budget nicht für mehr ausreichte.
    Schließlich kaufte ich mir das Ashford Traditional, ein wunderschönes Rad, mit dem ich schon lange spinne und es bereitet mir sehr viel Freude und es erfüllt alle Kriterien, die ich für ein Spinnrad aufstellte.
    P.S.: Ich glaube, Du hast bei der Beschreibung von ein- und zweifädigen Rädern einen klitzekleinen Fehler gemacht. Flügelbremse = English Tension und nicht Irish T. (Irish T. wäre 2-fädig).
    P.P.S.: Die Spinnräder beim Wollschaf, sind teurer geworden.
    Schade, dass auch die Räder von der Inflation betroffen sind.

    • 6.1
      chantimanou says:

      Liebe Natascha, vielen Dank für deinen Kommentar und vor allem für deinen Hinweis/deine Korrektur. Du hast recht! Ich werde das im Blog und im Video korrigieren. Super, dass dir das aufgefallen ist! Ganz herzliche Grüße Chanti
      PS: Ich befürchte die Räder werden überall teurer, weil der Dollar-Kurs so schlecht ist und die meißten Räder in dieser Währung gehandelt werden. Schade, aber vielleicht reguliert sich das ja demnächst wieder.

  7. 7
    Saskia says:

    Mein Spinnrad war ein echtes Schnäppchen. Habe es während meines Studiums in den Niederlanden in den niederländischen Kleinanzeigen (marktplaats) entdeckt. Für mich, als absoluten Anfänger, sah es sehr gut aus und ich stellte die Anzeige in ein Spinnforum um etwas mehr Sicherheit zu bekommen.
    Es stellte sich schnell raus, dass es ein Werk-Willy (BEA) war.
    Für 35€ brachte mir der nette Herr das Spinnrad sogar vorbei und nach ein paar kleineren Reparaturen (lockere Stellen nachbessern) konnte ich losspinnen.
    Ich bin sehr zufrieden, aber irgendwann wird auch mal ein neues dazukommen, bei dem es mehr Einstellungsmöglichkeiten gibt (wenn ich dann mal das Geld habe…).

  8. 8

    Ich habe mein Bliss gekauft, nachdem ich Dein Video dazu gesehen habe. Ich habe es seit 06/2014 und liebe es! Und seit Weihnachten habe ich auch den Hero dazu- das ist ein echtes Dreamteam. ich wollte ein preiswertes, modernes Rad, damit ich Ersatzteile und Spulen nachkaufen kann und habe genau das bekommen. Das Spinnen habe ich allein durch Deine Videos gelernt und wie Du in meinem Blog siehst: Du bist eine super Video-Lehrerin! 1000 Dank dafür.

    Liebe Grüße, Beatrice

  9. 9
    Verry Wollmaus says:

    Ich hatte zuerst das alte Spinnrad meiner Oma und hab mir dann vor einem Jahr die Ashford Joy gekauft – und bin genau richtig gelandet 🙂 Wichtig war mir vor allem die Mitnehm- bzw. Wegpackmöglichkeit und der Art yarn Flyer (heisst hier Freedom Flyer). Da mein altes Rädchen zweifädig ist, hatte ich kein Problem mit der Tatsache, dass das Joy einfädig ist. Habe dann aber schnell festgestellt, dass sich mit Spulenbremse (bei der Joy mit zwei Federn) auch superdünn spinnen lässt 🙂 Ich liebe beide Rädchen, aber die Joy ist mein „Arbeitstier“ geworden. Wer also mit den Ashfordrädern, die meiner Erfahrung nach recht unmittelbar reagieren (die sind ziemlich geradeheraus, vor allem im Vergleich mit den sehr soften und eleganten Kromskis)und ein Rad für alles sucht…

  10. 10
    Angelika says:

    An mein Spinnrad bin ich mit viel Glück gekommen. Ich hatte die Vorstellung ein altes, gebrauchtes, traditionell aussehendes sollte es sein. Um Spinnen erst einmal auszubrobieren wollte ich auch nicht viel Geld ausgeben. Also habe ich diverse Internetbörsen/ Kleinanzeigen durchgelesen. Dann habe ich mein Spinnrad gefunden, in meiner Nachbarschaft wurde ein Spinnrad „verschenkt“. Dies habe ich mir natürlich sofort abgeholt und….es funktioniert. Ich habe keine Ahnung welche Bauart oder Marke es ist, aber ich kann alles damit spinnen und wenn die Spule voll ist, naja dann wickel ich das Garn ab. Dies ist mein Spinnrad.

  11. 11
    Kalle-Jupp says:

    Liebe Chanti!

    Jetzt hatte ich auch endlich mal Zeit, mir Dein extralanges Spinnradvideo zu Gemüte zu führen. Es bietet eine super Übersicht über die verschiedenen Kriterien. Allerdings bin ich auch schon Spinnradbesitzerin und dementsprechend auch vorinformiert. Als absoluter Neuling hätte ich mir vielleicht noch ein paar Bilder dazu gewünscht – gerade zu den unterschiedlichen Bremsen.
    Was für mich noch ein weiteres Kaufkriterium wäre: Das Fassungsvermögen der Spulen! Wenn man nur ganz dünne Lace-Garne spinnt, kommt man sicher auch mit kleinen Spulen aus, wie man sie gerade bei „Dachbodenrädern“ doch häufig findet. Wer gern auch mal etwas dickeres Garn oder einfach größere Mengen für Pullis etc. produzieren will, profitiert sicher von einer großen Spule.

    Ich hab mein altes Rotterdam von Wernekinck vor einem Jahr geschenkt bekommen und obwohl es keine Einstellmöglichkeiten hat, ich es definitiv als Einsteigerrad bezeichnen würde und es eben nichtmal selbst ausgesucht habe, liebe ich es heiß und innig! Ich mag auch die „Spinngeräusche“ die es macht. Ein weiterer Punkt, den man gerade bei alten Rädern beachten sollte: Sie sind in der Regel nicht ganz leise! Wenn ich IRGENDWANN mal umziehe, muss aber wohl doch ein weiteres Rad her, das mehr Möglichkeiten bietet… 😉

    Also frohes Weiterspinnen Euch allen!
    Viele Grüße, die Kalle

    • 11.1
      chantimanou says:

      Liebe Kalle,
      vielen herzlichen Dank für dein Feedback. Du hast Recht, die Spulengröße macht auch was aus. Ich plane gerade ein zweites Video über die Funktionsweise von Spinnrädern mit mehr Bildern und weniger ausführlichen Infos. Da werde ich das eventuell noch mit einfließen lassen.
      Ganz liebe Grüße
      Chanti

  12. 12
    marilizama says:

    Mein erstes Spinnrad aus dem großen Auktionshaus war nicht sehr teuer (40,- ) und konnte natürlich nicht spinnen. Nr. 2 und 3 waren noch viel günstiger, aber spinnen konnten sie auch nicht. Ich habe sie aber noch, und wenn ich mal Zeit habe, mache ich sie spinntauglich 🙂
    Das erste brauchbare Rad war dann das Delft von Wernekinck. Es stand für den Betrag den ich ausgeben wollte in den E…Kleinanzeigen 40 km von mir entfernt, so daß ich es dort ansehen und probespinnen konnte, was sehr gut war. Es spinnt auch feine Fäden, und vor allem hat es große Spulen! Ich dachte, es ist DAS Rad für mich …. bis ich diesen Film sah: http://tv.nrk.no/serie/nasjonal-strikkekveld/DVNR30004113/01-11-2013 Darin ist ein wunderschönes großes Rad zu sehen, ein Norwegisches. Mir fiel auf, daß die Besitzerin des Rades sehr ruhig tritt, während die Spinnerinnen mit den kleinen Rädchen wie wild treten müssen. Ab da war ich verliebt …. ich MUSSTE so ein Rad haben, unbedingt.
    Inzwischen ist ein ähnliches bei mir zu Hause, das Kromski Polonaise :-))) Aber noch eingepackt, da ich einiges andere erst beenden muss … das Polonaise auszupacken wird dann meine Belohnung 🙂
    Das Delft gebe ich aber trotzdem nicht mehr her, es steht jetzt im Gartenhaus, dann kann ich dort auch spinnen.

    Schöne Ostern noch euch allen
    Mari

  13. 13
    marilizama says:

    Chanti, kennst du auch die Spinnräder von Golding? Die sind sooooooo schön (und kosten leider so viel wie ein Auto)
    http://www.goldingfibertools.com/spinning/single
    Ein solches Rad würde ich ja echt gerne mal probespinnen :-)))

    • 13.1
      chantimanou says:

      Oh ja!!! Stimmt, die hab ich gar nicht aufgeführt. Aber die sind ja nun wirklich mehr ein Luxusgut 😉 Ich würde auch gerne mal eins ausprobieren, aber ob es dazu wohl irgendwann mal kommt?

  14. 14
    Samina says:

    Ich kam zu meinen Rädern eher zufällig. Anfangs hatte ich auf einen Schlag unabhängig voneinander zwei uralte Schätzchen geschenkt bekommen – ein zweifädiges Flachsrad und einen Travellernachbau mit Flügelbremse.
    Mein erstes modernes Rad ist das Sidekick. Ich wusste, ich will ein ordentliches kugelgelagertes Rad und hatte mich eigentlich schon für das Sonata entschieden – das kannte ich bereits und kam damit recht ordentlich zurecht.
    Habe bei einem Bekannten immer darauf spinnen dürfen und wusste, dass das funktionieren würde.
    Allerdings habe ich kurz darauf das Sidekick auf einem Foto gesehen, als es frisch auf dem Markt war und hab mich sofort in das doch sehr spezielle Design verliebt. Mir war klar, das ist mein Rad. Ich hab es also bestellen lassen und in der Firma dann selbst abgeholt – und auch beim Probespinnen war es einfach mein Rad. Und dazu noch ein Reiserad – schnell zusammengebaut und umhängbar.

    Mein zweites modernes Rad ist das Elizabeth II von Ashford. Ich fand diese nordischen Ziegen mit riesengroßem Schwungrad immer wunderschön und habe lange darauf gewartet, dass vllt. mal ein günstiges Angebot für mich irgendwo auftaucht. Dementsprechend fand ich die Elizabeth auch sehr reizvoll – dazu kam, dass ich ein großes Schwungrad was die Übersetzungen angeht auch sehr praktisch finde – ich spinne beispielsweise gerne Baumwolle und da kommt mir eine hohe Übersetzung sehr gelegen. Außerdem ist das Rad auch Zweifädig spinnbar – auch das wollte ich schon immer. (Auch Flügelgebremst ist letztlich machbar wie ich neulich feststellen konnte 😉 ) Kurzum – ein Rad, das alle erdenklichen Möglichkeiten hat, was Antrieb und auch Übersetzungen angeht und dazu in meinen Augen richtig toll aussieht – einziges Manko daran ist, dass es kaum ins Auto passt.

  15. 15
    Katharina Hoffmann says:

    Hallo Chanty, ich habe heute ein Luvox Maienbeth mit 4Spulen und Haspel , 2 Übersetzungen, zusammenklappbar, neuwertig erstanden. Im Internet findet ich keine Informationen über dieses Spinnrad. Es läuft leicht, ruhig, hat einen Tritt. Das Einzugsloch ist sehr groß. Kannst du mir eine Infoquelle nennen,oder mir Infos zu dem Spinnrad geben? Ich bin Anfängerin

    • 15.1
      Annika says:

      Hallo! Das Spinnrad heißt Lukov Maithenbeth und ist sozusagen der Vorgänger vom Merino (Wollknoll) . Wollknoll hat damals in den 90er Jahren die Baupläne für das Spinnrad übernommen.
      Die Firma hilft auch gerne diese alten Spinnräder wieder flott zu machen.

      • 15.1.1
        Katharina says:

        Danke für die Auskunft, das Spinnrad ist vollständig ,wurde nie benutzt, einen Antriebsriemen habe ich bei Wollknoll bestellt?

  16. 16
    Ruth Aaqqii says:

    Hallo – es ist spannend, die vielen Kommentare und verschiedenen Erfahrungen Zu Lesen!
    Ich habe, vor bald 2 Jahren, mir viele Deiner Videos angesehen, als ich mir ein Spinnrad anschaffen wollte, und dass war eine grosse Hilfe! Ich hatte mich dann entschlossen, mir eine Sonata anzuschaffen. Doch plötzlich meldeten sich gute Bekannte, und wollten mir ihr altes Spinnrad vom Dachboden schenken und kostenlos zuschicken. Gespannt wartete ich auf dass Päckchen – es war ein Ashford Traveller! Das Model von etwa 1980, aber noch völlig intakt, mit viel Zubehör, es musste nur gereinigt und entrostet werden und ich habe es dann noch mit Holzöl bestrichen, – dann sah es fast wie neu aus! Und ich habe schon viele schöne Stunden davor verbracht, und damals das Geld für ein Spinnrad gespart…

    Dieser ältere Traveller hat allerdings nur 2, nicht sehr hohe, Übersetzungen, und da ich hauptsächlich dünn spinne (Moschusochsenwolle), könnte ich mir auf Dauer schon etwas schnelleres vorestellen, auch gerne mit Doppeltritt, auch könnte ich ein Reiserad gebrauchen.
    Also, vielleicht schaffe ich mir dann letztendlich doch noch eine Sonata an. Ich finde aber auch das Louet Victoria interessant, vor allen Dingen, wenn ich es wirklich mit auf Reisen nehmen will, im Flugzeug, z. B.

    Wie bist Du mit dem Victoria zufrieden – würdest Du es als Rad für feines/dünnes Spinnen eher empfehlen, als ein Ashford Joy oder die Sonata? Hast Du Dir den das Zubehör der Victoria zum höherer Übersetzung angeschaft?

    LG aus der Arktis 🙂

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