Kategorie: Faserlexikon

Faserlexikon: Lacaune Milchschaf

Das Lacaune Milchschaf ist, wie sein Name schon sagt, eine Schafrasse, die vor allem wegen ihrer Milch gezüchtet wird. Auf die Wolle, die das Schaf produziert, wird bei der Zucht wenig wert gelegt und offen gestanden hat es davon auch gar nicht so viel, wie viele andere Schafsorten. Erstaunlicherweise aber sind Fasern dieser französischen Schafrasse, die ich euch in dieser Folge des Faserlexikons vorstelle, unheimlich weich und ergeben versponnen ein sehr interessantes Garn.

Habt ihr schon mal mit dieser Faser gearbeitet oder von der Schafrasse gehört? Hinterlasst mir einen Kommentar oder diskutiert mit anderen interessierten HandspinnerInnen in meiner Ravelrygruppe. Ich würde mich freuen von euch zu lesen!

Habt ein wundervolles Wochenende und wie immer ganz viel Spaß bei all euren Spinnereien
eure Chanti

Weiterführende Videolinks:
Kardieren mit dem Kardiergerät: https://youtu.be/hGz9Tv9WNgs
Spinnen im langen Auszug: https://youtu.be/raaeR-INkCc
Navajozwirnen: https://youtu.be/jf13DHOrxQ0

Faserlexikon: Walliser Schwarznase

Diese Woche möchte ich euch im Faserlexikon die Wolle des Walliser Schwarznasenschafes vorstellen. Im Video zeige ich euch wieder wie ich die Fasern verarbeitet, gesponnen, gewebt und diesmal auch gestrickt habe.

schwarznasenschaf

Hier ein paar Stichpunkte zu der Rasse:
– stammt aus der Schweiz und wird auch in Deutschland gezüchtet
– weißes Vlies
– Fasern werden bis zu 10cm lang
– Feinheit zwischen 27 und 30mic
– leichte Kräuselung
– geeignet für Heimtextilien, wie Kissen, Decken, Teppiche, aber auch Oberbekleidung, wie Jacken und Westen.
– gibt sowohl gewebt als auch gestrickt ein schönes, griffiges Textil, das mit Sicherheit lange haltbar ist.

faser-nahaufnahme2

Habt ihr schon mal Walliser Schwarznase versponnen?

Dann schreibt doch einen Kommentar. Ich würde mich sehr freuen!
Das Faserlexikon erscheint alle zwei Wochen. Beim nächsten Mal geht es um das Lacon Milchschaf.

Habt ganz viel Spaß mit dem Video und ein wunderbares Wochenende
eure Chanti

Quelle Schaf-Foto: Von David Gerke – selbst erstelltes Bild, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3328789

Faserlexikon: Ile de France

Ich freue mich euch diese Woche die erste Folge des Faserlexikons zeigen zu können. In diesem Video geht es um eine Rasse namens Ile de France. Eine interessante Wollsorte, die mir einiges an Geduld abverlangt hat. Im Video zeige ich euch wie ich die Fasern verarbeitet, gesponnen und verwebt habe, was mir aufgefallen ist und wie ich die Faser beurteilen würde.

Kurzübersicht:

– Kreuzung aus englischem Leicester und Rambouillet
– sehr kurze Faser (ca. 1cm), weich
– lässt sich einfach mit Handkarden kardieren
– spinnen im langen Auszug (die Fasern sind zu kurz für den kurzen Auszug)
– braucht sehr viel Drall
– ungleichmäßig spinnen und beim Verzwirnen ausgleichen
– Garneigenschaften: elastisch, matt, weich (nicht superfein)
– Stricken: vor allem für Strukturmuster und auch für Farbmuster (Fäden haften gut aneinander)
– Weben: als Schußgarn geeignet, für Kettfäden ist das Garn nicht geeignet

Habt ihr schon mal Ile de France gesponnen?

Welche Erfahrungen habt ihr mit dieser Wollsorte gemacht? Wenn ihr einen anderen Eindruck von der Faser hattet, als ich, dann schreibt doch einen Kommentar. So können andere einen noch besseren Eindruck bekommen.

Das Faserlexikon wird in Zukunft in jeder zweiten Woche erscheinen. In den Wochen dazwischen wird es weitere Anleitungs-, Tipps- und Test-Videos geben.

Die nächste Rasse, die ich im Faserlexikon vorstellen werde ist das walliser Schwarznasenschaf.

Habt einen großartigen Start in die Woche und viel Spaß bei all euren Spinnereien
Chanti

Mohair-Locken zum Spinnen vorbereiten

Nachdem ich euch im letzten Video gezeigt habe, wie ich Locken sortiert wasche, ist es nun an der Zeit die Locken zum Spinnen vorzubereiten. Lange Fasern wie Mohair bieten da einige Möglichkeiten und deshalb habe ich auch einiges ausprobiert, vom Auflockern mit der Flickkarde (um später aus der Locke spinnen zu können), bis hin zum Kardieren mit Handkarden (was ja eigentlich als ungeeignete Verarbeitung für so lange Fasern gilt).

Im nächsten Video, werde ich die verschiedenen Vorbereitungsarten dann verspinnen und wir sehen, welche Garne sich daraus ergeben.

(Mohair-)Locken waschen

Manchmal ist es sinnvoll die Struktur von Wolllocken oder anderen Fasern zu erhalten, um sie leichter weiter verarbeiten zu können, vor allem bei längeren Fasern wie Mohair oder Lincoln. Locken beim Waschen zu erhalten klingt aber komplizierter, als es eigentlich ist, auch wenn es ein wenig mehr Vorbereitung bedarf. Ich zeige euch im Video wie ich Locken wasche und mache damit den Anfang einer kleinen Serie zum Thema Locken am Beispiel von Mohair (Angora-Ziegen), die in den nächsten Tagen fortgesetzt wird mit zwei weiteren Videos, in denen ich die Locken zum Spinnen vorbereiten und dann aus unterschiedlichen Vorbereitungen verspinnen werde.

Ein Tipp noch: Ich habe auch die Mohair-Locken für dieses Video mit PowerScour gewaschen, wenn auch mit einer niedrigeren Konzentration. Ziegenfasern (Mohair und Kashmir) sind zwar nicht fettig, wie Wolle, dafür aber ölig. Ich wollte das Öl nicht ganz entfernen und habe daher nur wenig Waschmittel verwendet, war aber erstaunt wie braun das Wasser trotzdem wurde alleine durch den Staub, der auf den Fasern lag. Im letzten Spülgang habe ich FibreRinse verwendet, das auch antistatisch wirkt und daher das Kämmen später einfacher macht.

Viel Spaß beim Video und euch allen ein wunderbares Wochenende

eure Chanti

Weitere Videos der Serie:
Mohair-Locken vorbereiten

Baumwolle verzwirnen und baden

In den zwei ersten Videos in der Baumwoll-Serie hatte ich euch gezeigt wie man Baumwoll-Punis herstellt und wie diese mit einer Thakli-Spindel versponnen werden. Nun ist es an der Zeit das Baumwoll-Garn zu verzwirnen und zu Baden. Im Video gebe ich euch ein paar Tipps und zeige euch wie es geht.

Baumwolle spinnen

Baumwolle ist ein besonderes Material. Die Fasern sind extrem kurz und für viele Anfänger wie auch Fortgeschrittene eine Herausforderung. Im Video zeige ich euch wie Baumwolle mit einer Thakli – einer kleinen Baumwollspindel – versponnen wird und gebe euch ein paar Tipps und Tricks mit auf den Weg.

Die ist das erste Video einer kleinen Reihe. In den nächsten zwei Wochen werde ich euch noch zeigen wie man mit Baumwollkarden selbst Punis herstellen kann und was ihr beim Verzwirnen und Fertigstellen eures Garns beachten solltet.

Habt ihr schon mal mit Baumwolle gearbeitet? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Seide spinnen

Der FiberClub dieses Monats stand unter dem Zeichen Zwillinge. So habe ich zwei unterschiedliche Fasern gefärbt und unter anderem reine Maulbeerseide an die Mitglieder verschickt.FCJuni2014

Nachdem mich einige Mails und Nachrichten erreichten, von Mitgliedern, die unsicher waren wie sie mit der Seide umgehen sollten, habe ich nun ein Video über das Verspinnen reiner Seide gedreht. Ich versuche euch ein paar Tipps zu geben, worauf ihr beim Spinnen achten könnt, sowohl mit der Handspindel als auch  mit dem Spinnrad und zeige euch sehr detailliert wie ich selbst Seide verspinne.

Habt ganz viel Spaß dabei: