Weben

Weben mit dem Zoom Loom

Ich habe schon seit etwa 3 Jahren einen Zoom Loom und bin häufig danach gefragt worden. Deshalb habe ich nun ein Video über den kleinen Webrahmen gemacht, in dem ich euch zeige wie man damit webt und was man aus den kleinen Webstücken so machen kann.

Ein Teil meiner Webquadrate-Sammlung. Da sammelt sich schnell eine ganze Menge an…



Ursprünglich hat man solche Webrahmen als Pin Looms bezeichnet, zumindest in Amerika. Ob es sie hier früher auch gegeben hat, weiß ich leider nicht genau. Der Zoom Loom von Schacht ist also quasi eine Neuauflage dieser alten Mini-Webrahmen.

Ich habe bislang nur mit handgesponnenen Garnen auf meinem Zoom Loom gearbeitet und das klappt prima. Die Garne sollten nicht zu dick sein – meiner Erfahrung nach max. 16 WPI, mit etwas Mühe auch dicker – und glatte Garne lassen sich einfacher verweben, als texturierte oder gar Effektgarne.

Vor allem auch zur Verarbeitung von Garnresten ist so ein kleiner Webrahmen natürlich extrem praktisch. Und mit etwas Geduld kann man gar eine ganze Decke daraus machen. Oder auch Taschen, Westen etc. Eigentlich gibt es zig Möglichkeiten, wenn man sich nicht vor dem Zusammennähen der einzelnen Teile scheut.

Darüber hinaus ist so ein kleiner Webrahmen natürlich extrem mobil. Ich hatte meinen schon ein paar Mal mit im Urlaub und da wir ja Zelt-Camper sind und bei 3 Kindern und 2 Hunden immer jede Menge Gepäck dabei haben, muss ich doch immer genau überlegen was ich so einpacke. Ein Zoom Loom, ein zwei Garne, eine Handspindel und etwas Wolle und ich bin ausgestattet.

Mein Zoom Loom im Urlaub in Zeeland 2016

Vor allem aber macht das Arbeiten mit dem Zoom Loom super viel Spaß, finde ich. Gerade wenn man mit bunten Garnen arbeitet, bekommt man schnell den „nur noch ein Farbabschnitt“-Effekt beim Weben. Letzten Sonntag habe ich einen ruhigen Vormittag zu Hause verbracht und innerhalb von 3 Stunden noch Mal ca. 14 Quadrate produziert. Da kommt schon was zusammen.

Für die Tasche habe ich 32 Quadrate zusammen genäht, die ich alle aus dem gleichen Garn gewebt habe. Die Fäden müssen noch vernäht werden und das ganze Stück muss noch ein Bad nehmen, damit es sich ein wenig entspannt. Darüber werde ich auch bald einen Blogpost schreiben….

Für die Interessierten unter euch,  verlinke ich zwei Shops, die meines Wissens den Zoom Loom im Sortiment haben. Grundsätzlich sind die Dinger hier leider eher schwer zu bekommen:
Wiesensalat: https://wiesensalat-wolltruhe.de/
Wollinchen: https://www.wollinchen.de/
Die Liste hat keinen Anspruch auf Aktualität, da sich das Angebot der Online-Shops hin und wieder verändern kann (und es handelt sich nicht um bezahlte Werbung 😉 )

2 Kommentare zu “Weben mit dem Zoom Loom

  1. Liebe chantimanou,

    diese kleinen Webrahmen kenne ich noch aus Kindertagen (jetzt 66J).
    Meine Mutter hat vor 1959 damit gewebt und dann als Schal zusammen genäht. Damals waren sie noch aus Metall , ich suche dieses Ding schon eine ganze Weile, weil keine meiner Schwestern konnte etwas damit anfangen und ich wollte nicht das es entsorgt wird.
    eine schönes Sommerherbstwochenende wünscht Dir/Euch
    Käthe

    • Ach wie cool, dass du noch die Originale kennst. In den USA gab es wohl auch welche aus Holz, die hießen Weavette. Manchmal kriegt man die alten dort auch noch gebraucht. Hier kann man lange vergeblich danach suchen (habs über ein Jahr versucht) – leider.

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