Ganz viele Garne | Podcast Nr. 30

Inhaltsübersicht

  • 02:27 Gesponnen
    • 02:27 Spitz-Garn
    • 05:12 braunes Shetland-Garn   
    • 11:01 Lleyn-Garn   
    • 13:15 Sockengarn aus einem Frl.Riech-Fein Batt   
    • 20:00 Aktuelles Spinnprojekt: Shetland mit Seide und Tencel
  • 36:11 Gestrickt   
    • 36:11  Shetland-Mütze   
    • 41:05 Maschenproben für einen Pullover
  • 48:51 Gewebt   
    • 48:51 Zoom Loom Projekt (Weste)
  • 54:18 Gelesen

Einleitung

Frohes neues Jahr! ich hoffe ihr seid alle gut rein gekommen. Seit Montag, dem 06.01.2020 läuft in der Ravelry-Gruppe auch schon das erste Spinalong des Jahres. Das Neujahrsspinenn. Wir spinnen uns gemeinsam, gemütlich aufs Jahr ein. Machen Projekte fertig, fangen neue an, probieren Neues aus und teilen das alles miteinander. Vielleicht mögt ihr vorbei schauen. Heute habe ich für euch eine Menge Garne und ein aktuelles Spinnprojekt, eine fertige Mütze und ein Zoom Loom Projekt, das ich euch zeigen möchte. 

Gesponnen

Ich bin mit meiner Auftragsarbeit, dem Spitzgarn, das ich euch in den letzten Folgen gezeigt habe, fertig! Yay. Natürlich habe ich das Garn auch schon lange an die Auftraggeberin verschickt, die sich sehr darüber gefreut hat. Ich war auch sehr sehr glücklich mit dem Garn, muss ich sagen. 
Weil ich mich dieses Jahr anderen Projekten widmen möchte, werde ich erst einmal keine Auftragsarbeiten mehr machen. 
Schlußendlich hatte ich hatte ich 315g dreifädiges Garn mit einer Länge von 744m (also etwa 236m/100g) und einen Strang zweifädiges Garn, den ich aus Resten gemacht habe, die beim Verzwirnen übrig geblieben sind mit 112m auf 27g (also 415m/100g)

Dann konnte ich mich anderen Projekten widmen und das habe ich auch getan. Als nächstes habe ich mir etwas braune Shetland-Wolle raus gesucht, auf die ich mich schon lange lange gefreut habe. Die Shetland-Mütze erwähne ich später noch Mal.
Die Rohwolle hatte ich bei The Little Grey Sheep gekauft.

Danach habe ich in meine Faserlexikon-Kiste gegriffen und mir ein Lleyn-Batt raus gesucht, dass ich im Frühjahr gewaschen und kardiert hatte. Die Wolle und das Garn werde ich euch noch Mal genauer in einer Faserlexikon-Folge vorstellen. Aber es sei schon Mal gesagt, dass ich das Garn sehr schön finde, auch wenn ich nicht so wirklich viel Spaß am Spinnen hatte. Das Garn ist zweifädig und hat eine Stärke von 24WPI bei einer Lauflänge von 355m/100g. Ich denke darüber nach ein kleines Lacetuch daraus zu machen, als Probe für das Faserlexikon.

Ihr seht schon, ich hab im Dezember jede Menge gesponnen. Ich habe nämlich noch ein fertiges Garn!
Nachdem ich im Frühjahr schon ein paar Socken aus handgesponnenem Garn aus einem Batt von Frl. Riech-Fein gemacht habe, habe ich mich jetzt an das zweite Batt gemacht. Über das Garn und die Socken hatte ich in den Folgen 23-25 gesprochen:
https://chantimanou.de/podcast-23/
https://chantimanou.de/podcast-24/
https://chantimanou.de/podcast-25

Zum guten Schluß, möchte ich euch noch zeigen woran ich jetzt gerade arbeite. Ich hatte mir letztes Jahr bei einer Spinnerin aus meiner Spinngruppe ein paar Kammüge Shetland mit Seide und Tencel gekauft, die sie mit Indigo gefärbt hatte. Ursprünglich wollte ich daraus Partnerlook-Pullover für meine Tochter und mich machen. Dann ist mir aber bewusst geworden, dass sie die Wolle niemals tragen würde. Und dafür wäre sie zu schade. Weil ich aber schon lange eine schöne große, lange Strickjacke haben möchte, habe ich angefangen dafür zu spinnen. Im Mitglieder-Livestream im Dezember hatte ich erste Spinnproben gemacht.
Anfang des Jahres habe ich dann einen Großteil der Wolle mit dem Kardiergerät noch Mal durchkardiert und angefangen zu spinnen. Ich habe erst überlegt, ob ich mit dem Spinnrad oder der Spindel spinne. Ich muss gestehen ich spinne im Alltag einfach lieber mit Spindeln, als mit dem Spinnrad. Aber das Spinnrad ist natürlich vermeindlich schneller. Um eine Entscheidung zu treffen, wollte ich wissen wie viel schneller das Spinnrad denn nun tatsächlich ist. Dafür habe ich ein Batt, also etwa 25g mit dem Spinnrad gesponnen und eines mit der Spindel und habe dabei jeweils die Zeit gemessen. 
Mit der Spindel habe ich etwa 2 Stunden und 20 Minuten gebraucht. Mit dem Spinnrad ziemlich genau 2 Stunden. Das klingt erst Mal nicht viel, deshalb habe ich es hochgerechnet. Auf 100g wären es also etwa 80 Minuten Zeitunterschied, etwas mehr als eine Stunde. Das ist nicht wirklich viel! Zumal ich eher mal 5 Minuten hier und dort spinne, als mit dem Spinnrad.Ich denke mal ich hätte im Durschnitt ca. 1-2 Stunden am Tag, um mich ans Spinnrad zu setzten. Aber für die Handspindel habe ich viel mehr Zeit. Mal eben 15 hier, 15 dort, das macht was aus. 
Insgesamt habe ich 400g kardiert und habe noch etwa 170g (ich hatte ja etwas für die Proben im Livestream verwendet) im Kammzug. Von den kardierten Fasern habe ich jetzt in einer Woche bereits 200g versponnen, das ist ein ganz guter Schnitt, denke ich. Also werde ich auch so weiter machen 😉
Weil ich im Moment so oft gefragt werde, wo meine Spindeln her sind. Die Spindelstäbe, die ich im Moment verwende sind von NiddyNoddyUk und von Pallia.net. Die Zinnwirtel sind auch von NiddyNoddyUK.
‘Und ich habe neulich Fimo-Wirtel gemacht, die super leicht sind und die ich gerne als Ergänzung verwende. Als nächstes möchte ich gerne noch ein paar Wirtel aus Ton machen.
Im Moment fange ich in der Regel mit dem 21g Zinnwirtel an, wechsle dann ziemlich schnell auf den 14g Zinnwirtel und dann später auf den 7g Fimowirtel, bevor ich den Wirtel ganz weg lasse. 

Gestrickt

Gestrickt habe ich “nur” eine Mütze. Dazu muss man sagen, dass ich eigentlich echt ungerne Mützen stricke. Ich finde es schrecklich anstrengend die richtige Maschenzahl zu finden. Deswegen fange ich eigentlich auch immer von oben an. Aber am Schluß finde ich sie doch immer irgendwie zu eng oder zu weit.Dann bin ich durch Zufall über die Anleitung “Musselburgh” von Ysolda Teague gestoßen und war irgendwie angetan. Die Anleitung kostet 5 GBP, aber das war mir die Hoffnung auf eine passende Mütze wert. 
Die Anleitung gibt es nur in Englisch, aber ich finde sie sehr gut geschrieben und leicht zu verstehen. Und das stricken hat Spaß gemacht, ich hab zwei Tage gebraucht. Im Prinzip ist es ja auch nur ein Schlauch. Mit Nadelstärke 3mm habe ich dann erst das graue Shetland-Garn angeschlagen, dass ich euch unter anderem in Folge 26 gezeigt habe.
Als das aufgebraucht war, habe ich dann mit der frisch gesponnenen braunen Shetland-Wolle weiter gemacht. Sie dient nun quasi als Innenfutter und wärmt sooooo schön die Ohren. 

Und dann plane ich gerade meinen nächsten Pullover.Als ich in Vösendorf war, hatte Petra, meine wunderbare Orgahelferin dort, mir ein paar handgesponnene  Garne und eine tolle Garnschale geschenkt. Die Garne sind vornehmlich weiß und zwei Blautöne. Dabei hat sie sich natürlich etwas gedacht. Ich hatte in Podcast Folge 26 darüber gesprochen, dass ich mich an Fair Isle stricken probiert habe und etwas entnervt war. Die geschenkten Garne von Petra waren natürlich wie dafür gemacht einen Fair Isle Pulli daraus zu machen. Und ich hatte es mir auch ganz fest vorgenommen, hatte mir ein paar Muster raus gesucht und angefangen eine Strickprobe zu machen. 
An dieser habe ich mehrere Abende gesessen und bin fast verrückt geworden. Ich war so frustriert. Nicht nur von meiner Unfähigkeit ein gleichmäßiges Strickbild hinzu bekommen, sondern auch von dem Chaos dabei entsteht. Ich kann es ja überhaupt gar nicht haben, wenn man mit mehreren Fäden strickt und die sich verdrehen.
Ich verbringe also mindestens genau so viel Zeit damit die Garne zu sortieren, wie zu stricken. Und dann bin ich ständig mit den Mustern durcheinander gekommen. Was mich auch verrückt gemacht hat. Ich bin so gut im Lace stricken. Ich stricke die kompliziertesten Lacemuster, aber bei FairIsle komme ich doch immer wieder durcheinander.
Dann habe ich mir immer wieder gesagt “Komm, Übung macht den Meister”. Aber irgendwann habe ich aufgegeben und die ganze Probe aufgeribbelt. Meine Freunde aus der Spinngruppe haben mir dann gut zugeredet und Heiko hat gesagt, ich soll es mit abgehobenen Maschen probieren. Das schien mir eine gute Idee. Ich hab also eine neue Probe gemacht und mit abgehobenen Maschen und vereinfachten Mustern (immer nur zwei Farben pro Reihe) ging es ganz gut.
Aber schön finde ich die Probe immer noch nicht, muss ich ehrlich sagen. Und Spaß gemacht hat es auch nicht, es sind immer noch zu viele Fäden im Spiel, für meinen Geschmack. Deshalb habe ich beschlossen: man muss nicht alles können! Und man muss auch nicht an allem Spaß haben.
Ich habe die Maschenprobe dann noch ein wenig weiter gestrickt nur in weiß, damit ich tatsächlich eine Maschenprobe für den Pullover habe. Die Bündchen werden alle Dunkelblau, der Oberkörper und ein paar Reihen an den Ärmeln und unten im helleren Blau und der Rest weiß. 

Gewebt

Ich arbeit im Moment wieder an einer Sammlung Zoom Loom Quadrate aus handgesponnenen Garnresten von anderen Projekten. Bislang habe ich 39 Quadrate.

TIPP: Video und Blogpost: Weben mit dem Zoom Loomhttp://chantimanou.de/zoom-loom/

Ich verwende zum einen Reste von dem blauen Sockengarn, das ich vorher erwähnt hatte. Daraus habe ich bislang 9, habe aber auch noch etwas Garn über. 
Die anderen Reste sind von meinem Webpullover, den ich euch in Folge 24 vorgestellt habe (und den ich im Video trage). Daraus habe ich schon 7 Quadrate gemacht. 
Die eine Sorte Garne, die Summerfield-Garne waren Merino Seide, Leinen Mischungen mit noch ein paar anderen Fasern.
Die drei Kammzüge von Frl. Riech-Fein hatte ich quer durcheinander gemischt und darauf 3fädige Garne gemacht.
Und dann hatte ich noch eine Menge Garn aus Falkland mit Tencel (vermeindlich, sie hatten kein Schild mehr), das ich auch dreifädig für den Pullover gesponnen hatte. Aus dem Garn habe ich schon ganze 23 Quadrate heraus bekommen. 
Eventuell laufen mir auch noch mehr Garne über den Weg, die noch mit in das Projekt fließen werden. Mal schauen. Auf jeden Fall arbeite ich gerade noch an den Quadraten und wenn ich meine genug zu haben, werde ich anfangen sie zusammen zu nähen und dann möchte ich eine Weste daraus machen. Ich bin mir noch nicht 100%ig sicher, wie ich vorgehen werden, habe aber schon einige Ideen und werde euch sicherlich weiterhin an dem Prozess teilhaben lassen. 

Gelesen

Diesen Monat gibt es aus Zeitgründen (Vorbereitungszeit in erster Linie) keine Buchvorstellung. Nächsten Monat aber ganz bestimmt wieder. Einige Bücher habe ich bislang auch nur als Ebooks und möchte sie im Moment eigentlich nicht noch Mal als Papierbücher kaufen. Ich lese viele Bücher auf dem Handy, aber das ist ein wenig klein, um euch im Video einen Eindruck zu verschaffen. Ein Ebook-Reader wäre eine Möglichkeit, steht aber im Moment nicht ganz oben auf meiner Prioritäten-Liste.

Falls ihr andere Ideen habt, wie ich euch Ebooks im Podcast ansprechend vorstellen kann, bin ich offen für Kommentare.

Seid alle herzlich gegrüßt
eure Chanti

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